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Wiener Magazin druckt HIV-Ausgabe mit infiziertem Blut

Wiener Magazin druckt HIV-Ausgabe mit infiziertem Blut
Ein Teil der Auflage des Magazins wurde mit Druckfarben produziert, die das Blut von drei mit HIV infizierten Menschen enthielten. (Daniele Depascale - Fotolia.com)

Ein Magazin, gedruckt mit Blut HIV-Ekrankter macht in Wien auf die Ekrankung aufmerksam: HIV und AIDS sind trotz vielen weltweiten Bemühungen immer noch stark tabuisiert. Erkrankte werden oft mit Berührungsängsten ihrer Mitmenschen konfrontiert.

In Österreich wird diese Problematik jedes Jahr durch den Life Ball thematisiert. Da die Veranstaltung bereits in weniger als zwei Wochen wieder stattfindet, findet man vielerorts Botschaften über HIV. Die wohl originellste Methode, gegen die Vorurteile vorzugehen, hat sich ein Wiener Magazin für seine neue "HIV Heroes Issue" überlegt.

Mit HIV-Blut gegen Stigmatisierung

Das Wiener Männermagazin Vangardist veröffentlicht zum Anlass des bald stattfindenden Life Balls eine "HIV Heroes Issue". Dabei haben sich die Verantwortlichen eine Besonderheit einfallen lassen. Ein kleiner Teil der Auflage wurde mit Druckfarben produziert, die das Blut von drei mit HIV infizierten Menschen enthielten. Selbstverständlich wurde das Blut vor der Verwendung sterilisiert (autoklaviert).

Sonderausgabe mit Blut als Statement gegen Ängste

Insgesamt 2.500 Ausgaben wurden mit diesen speziellen Farben gedruckt, erhältlich sind sie nur auf Bestellung. Besitzer einer solchen Sonderausgabe sollen ein Bild mit dieser auf einer Homepage hochladen. Diese Aktion soll laut Angaben des Magazins als "Statement gegen irrationale Ängste und das Stigma von HIV" dienen.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

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