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Wie Haustiere unsere Krankenakte bereichern

Solange die wichtigsten Hygieneregeln eingehalten werden, dürfen wir unseren Haustieren durchaus nahe kommen. (Cora Müller - Fotolia.com)

Die oft bedingungslose Liebe von und zu einem Haustier sorgt bei vielen Menschen für seelisches Wohlbefinden. Dennoch darf die Rolle von Tieren als Krankheitsüberträger nicht unterschätzt werden.

Ein treuer Hund oder eine kuschlige Katze zählen bei vielen Menschen schon fast als vollständige Familienmitglieder. Haustiere wachsen uns ans Herz und können, sofern wir uns ordentlich um die Pflege kümmern, zu unseren besten Freunden werden. Allgemein gesprochen haben Tiere ihren guten Ruf sicherlich verdient, nicht umsonst kommen sie auch immer öfter in der Therapie zum Einsatz. Allerdings sollte nicht unterschätzt werden, dass die Vierbeiner auch Krankheiten übertragen können.

Anstecken im Sandkasten

In Acht geben muss man sich etwa vor diversen Würmen, die bei Katzen besonders gern ihr Zuhause finden. Am häufigsten werden sogenannte Spülwürmer übertragen. Hier sind vor allem Kinder gefährdet, die gerne in Sandkästen herumtollen. Dort findet oft eine Verunreinigung mit Katzenkot statt, eine Infektion der Spielenden ist nicht unwahrscheinlich. In den allermeisten Fällen geht davon keine echte Gefahr aus, Magen-Darm-Beschwerden sowie Verdauungsprobleme sind allerdings möglich.

Flöhe als Zwischenwirte

Kinder stellen auch bei den Gurkenkernbandwürmern die gefährdetste Gruppe dar. Deren Eier werden nicht direkt vom Haustier übertragen, sondern von Flöhen, die als Zwischenwirt agieren. Auch hier ist der Krankheitsverlauf in der Regel relativ harmlos. Zu den möglichen Symptomen zählen Juckreiz und Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Verstopfung. Langfristige Probleme sind allerdings keine zu befürchten.

Jahrelang unbemerkt

Wirklich gefährlich ist der Fuchsbandwurm, der beim Menschen die seltene Krankheit Echinokokkose auslösen kann. Das Tückische ist, dass diese jahrelang unbemerkt bleiben, später aber lebensbedrohlich sein kann. Typisch ist ein Druckgefühl bei Nerven, Gefäßen und Organen. Die detaillierte Symptomatik hängt aber davon ab, welches Organ betroffen ist. Glücklicherweise ist die Übertragung auf den Menschen aber relativ selten. Auch Salmonellen sind nicht zu unterschätzen, vor allem bei den immer beliebter werdenden Kleinreptilien ist Vorsicht geboten.

Stichwort Hygiene

Dem kleinen Gesundheitsrisiko Haustier ist aber niemand hilflos ausgesetzt. Schon das Einhalten einiger weniger Hygieneregeln verhindert im Normalfall Schlimmeres. Nach intensiven Kuscheleinheiten sollte man die Hände waschen, während das Bett auch für Hund und Katze eine Tabuzone sein muss. Außerdem sollte man den vierbeinigen Kumpel regelmäßig beim Tierarzt untersuchen und bei Bedarf entwurmen lassen.

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