Handylicht in der Nacht macht dick

Handys in der Nacht machen dick: Mann schaut auf Handys
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Ein Hormon, das Fettzellen im Körper abbaut, wird blockiert, wenn man Handys neben dem Bett auflädt. Schuld daran ist das Licht, das Handys beim Laden abgeben.

Es gibt viele Dinge, die man selbst tun kann, um die Schlafqualität zu verbessern. Dazu gehören etwa Stressmanagement und die richtige Temperatur im Schlafzimmer. Doch auch das künstliches Licht von Handys, Tablets und Computern, aber auch von Straßenlaternen vor dem Fenster spielen eine entscheidende Rolle. Sie können die natürliche Hormonproduktion des Körpers nachts stören. Eine Studie der Universität von Granada an übergewichtigen Ratten bestätigte das. Weil Menschen praktisch permanent künstlichem Licht ausgesetzt sind - auch nachts - ist die normale Hormonproduktion stark eingeschränkt. Das könnte laut den Studienautoren ein Mitgrund für die Zunahme von Übergewicht sein.

Melatonin kann zu Gewichtsverlust führen

Das Hormon, das durch Handy-Licht gestört wird, heißt Melatonin. Es ist für die Regelung eines Schlaf-Nacht-Rhythmus verantwortlich. Licht hemmt seine Produktion im Gehirn. Wenn es dunkel wird, schüttet der Körper automatisch mehr Melatonin aus, was Müdigkeit verursacht und dem Körper signalisiert, dass es an der Zeit ist, schlafen zu gehen. Sind im Schlafraum künstliche Lichtquellen vorhanden, ist dieser Prozess gestört. So kann der Körper zwar vielleicht schlafen, aber es wird weniger Melatonin ausgeschüttet. Neben der Regulierung des Müdigkeitsempfindens wirkt Melatonin auch entzündungshemmend.

Nahrungsmittel mit Melatonin

Die Wissenschafter um Pilar Cano Barquilla fanden heraus, dass übergewichtige Ratten abnahmen, wenn sie mehr Melatonin bekamen. Melatonin wird nicht nur in der Dunkelheit produziert, sondern kann auch zum Teil über die Nahrung produziert werden. Diese Lebensmittel verstärken die körpereigene Melatonin-Produktion:

  • Ananas, Bananen, Orangen
  • Hafer, Gerste (Vollkorn)
  • Mais, Tomaten, Spargel, Broccoli
  • Reis
  • Walnüsse, Erdnüsse
  • Grüntee, Schwarztee (Doch Vorsicht! Das Teein in Tees kann aufputschend wirken und die Schlafqualität einschränken.)

Melatonin wirkt sich positiv auf Gesundheit aus

Ratten, die mehr Melatonin zu sich nahmen, nahmen trotz einer fettreichen Diät nicht zu. Gleichzeitig senkten sie auch ihr Risiko, an Typ-2 Diabetes zu erkranken. Auch das könnte mit dem Melatonin-Haushalt zusammenhängen. Pilar Cano Barquilla und ihr Team sind überzeugt, dass die steigenden Zahlen übergewichtiger Menschen nicht nur mit mangelnder Bewegung und ungesunder Ernährung zusammenhängt. Es ist wichtig, sich regelmäßig zu mehr Bewegung zu motivieren, auch wenn das nach einem langen Arbeitstag vielleicht schwer fällt. Aber die Tatsache, dass die meisten von uns selbst im Schlaf permanent von künstlichem Licht umgeben sind, spielt ebenfalls eine Rolle für steigendes Übergewicht. Ein abgedunkeltes Zimmer und eine Verbannung elektronischer Geräte aus dem Schlafzimmer könnte also der Gesundheit gut tun.

Quellen

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