Haartransplantation per Mausklick

Neues System in Wien vorgestellt

Haartransplantationen sind eine klassische Therapie gegen Haarausfall. Am Freitag wurde in Wien dabei eine neue robotergesteuerte Methode präsentiert.

Nun sollen Haartransplantationen minimal-invasiv, hochpräzise, ohne Narben und ohne Narkose durchgeführt werden können. Der Computer besorgt auch die Auswahl der später verpflanzten Haare.

Das Verfahren wurde 2011 von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen. Der Österreichsicherung Chirurg Peter Lisborg will sie jetzt - laut eigenen Angaben erstmals im deutschsprachigen Raum - einsetzen. Bei dem ARTAS-Verfahren wird die verbliebene Haarpracht am Hinterkopf gescannt und die vitalsten Haare für die Transplantation ausgewählt. Damit soll der Anteil an nicht verwertbaren Transplantaten von 30 auf acht Prozent reduziert werden.

Der Roboter erntet das Haar in Form von Grafts (ein bis vier Haare). Sie werden mit einer Pinzette entnommen und nach der Aufbereitung einzeln an dem kahlen Bereich eingesetzt. Das soll auch schonender als die bisherigen Verfahren sein.

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