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Studie: Ist grüner Tee ungesund?

Bei Stiftung Warentest schneidet Grüntee schlecht ab.
Sind Grüntees ungesund? Ein aktueller Warentest warnt vor einem hohen Schadstoffanteil. (jedi-master - Fotolia.com)

Grüntee ist nicht nur lecker, sondern auch ein sehr beliebter Energielieferant. Bei einem neuen Warentest schnitten viele der im Geschäft erhältlichen Produkte aber gar nicht gut ab.

Schon seit einigen Jahren zählt der aus Asien kommende Grüntee auch in den heimischen Regalen zum Standardrepertoire. Dabei gilt er als eine der gesündesten Teesorten und soll zahlreiche Vorteile für unseren Körper parat halten. Ein aktuelles Ergebnis der deutschen Stiftung Warentest schränkt diese Lobeshymnen nun aber entscheidend ein. Bei dieser unlängst durchgeführten Untersuchung zum Thema Grüntees schnitten nämlich nur 5 der 25 geprüften Produkte gut ab. Alle anderen scheiterten an einem unerwartet hohen Schadstoffanteil.

Kein Grüntee ohne Schadstoffe

In den getesteten Grüntees wurden unter anderem Nikotin, die womöglich krebserregenden Stoffe Pyrrolizidinalkaloid und Anthrachinon sowie Pestizide festgestellt. Selbst die 5 als gut befundenen Produkte kamen nicht ganz ohne Schadstoffe aus. Wie genau diese in den Tee gelangen ist auch für die Hersteller oft nur schwer festzustellen. Vom Anbau über die Lagerung bis hin zur Verpackung gibt es einige Arbeitsschritte, in denen sich Probleme verstecken können.

Regelmäßiger Produktwechsel sinnvoll

Für den Verbraucher heißt das aber nicht, dass er auf grünen Tee ab sofort verzichten muss. Kritisch wird es nach Angaben der Warentester erst, wenn man täglich hochbelastete Produkte trinkt. In diesem Fall wären - je nachdem welche bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten sind - gesundheitliche Probleme möglich, ein akutes Risiko besteht aber keinesfalls. Es kann sich auch lohnen, regelmäßig das Produkt zu wechseln, da man so einer einseitigen Schadstoffbelastung aus dem Weg gehen kann.

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