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Grippewelle erfasst Österreich

Teddy mit Spritze, Tabletten und Mundschutz
Es ist noch nicht zu spät für eine Grippeschutz-Impfung. (yetronic - Fotolia.com)

In Österreich ist die Grippe (Influenza) ausgebrochen: 50.000 Menschen sind alleine in der vergangenen Woche erkrankt. Eine Schutzimpfung ist immer noch sinnvoll, auch wenn sie dieses Jahr weniger effektiv wirkt als die Jahre zuvor.

Das erste Anzeichen einer Influenza ist hohes Fieber, oft über 39 Grad. Aber nicht immer muss sie mit Fieber einhergehen. Kuriert man die Erkrankung nicht ordentlich aus und macht zu früh wieder Sport, drohen Spätfolgen wie z.B. eine Herzmuskelentzündung. 100.000 Österreicher sind derzeitig an Grippe erkrankt. Experten gehen von einem weiteren Anstieg an Neuinfektionen aus, wenn die Semesterferien zu Ende sind. Neben einer Impfung schützt häufiges Händewaschen, sowie Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems, vor einer Ansteckung. 6 Wochen soll die Grippe-Welle noch andauern.

Impf-Verunsicherung durch Virus-Mutation

Insgesamt ließen sich 860.000 Menschen in Österreich heuer gegen den Influenza-Virus impfen. Das entspricht etwa 8 % aller Österreicher. Die Grippe-Impfung muss jährlich vorgenommen werden. Der Virus verändert sich laufend, der Impfstoff muss angepasst werden. Heuer ist es zu einer Mutation des Virusstammes gekommen, die im aktuellen Impfstoff nicht berücksichtigt wurde. Deshalb ist die Vorsorgeimpfung nicht so effektiv wie in den Jahren davor.

Impfen immer noch möglich

Eine gewisse Abwehrkraft gegen den aktuellen Virus besteht trotz der Mutation, sodass selbst bei einer Infektion mit dem Virus die Symptome deutlich abgeschwächter ausfallen. Zudem enthält die Impfung Abwehrstoffe gegen insgesamt 4 verschiedene Virus-Typen, nicht aber gegen den neu aufgetretenen Stamm H3N2. Eine Schutzimpfung sollte idealerweise bereits im Herbst vorgenommen werden. Sie kann auch jetzt noch nachgeholt werden.

Quellen

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