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Grillunfälle vermeiden: So geht’s!

Grillunfälle vermeiden: So geht’s!: Jemand serviert eine Bratwurst frisch vom Grill
Achtsam zu grillen hält Unfälle fern. (Photographee.eu - Fotolia.com)

Im Sommer gehört Grillen zu den beliebtesten Tätigkeiten, es ist allerdings nicht ganz ungefährlich: Zirka 3000 Unfälle ereignen sich dabei jedes Jahr in Österreich. Viele davon wären leicht zu vermeiden.

Wenn das Wetter stimmt, ist für viele eine Grillparty im Freien ein absolutes Muss - wenn auch oft mit fatalen Folgen. Gleich 3000 Grillunfälle werden pro Jahr in Österreich registriert, obwohl die meisten von ihnen einfach zu vermeiden wären. Vor allem von Brandbeschleunigern sollten Sie die Finger lassen, aber auch andere Tipps können helfen.

Achtsam grillen

Praktisch alle Unfälle sind in irgendeiner Form auf Unachtsamkeit zurückzuführen. Oft sind Brandbeschleuniger wie Spiritus im Spiel, darauf sollten Sie unbedingt verzichten. Diese können nämlich gefährliche Stichflammen hervorrufen. Außerdem unterschätzen viele die Kombination aus weitem Gewand, Wind und Nähe zum Griller. Abgesehen von den anderen Vorkehrungen sollte immer ein Kübel Wasser bereitstehen, um im Notfall bestmöglich reagieren zu können.

Falls doch etwas passiert

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommen, sollten Sie zunächst versuchen, das Feuer zu ersticken. Am besten geeignet dazu sind große Decken oder auch Kleidungsstücke. Wenn es zu einer kleinen Brandverletzung kommt, die Wunde mehrere Minuten lang in lauwarmes Wasser halten, danach mit einem keimfreien Tuch abdecken. Auf Salben oder Medikamente in der Akutversorgung am besten verzichten.

Was bei großen Unfällen zu tun  ist

Falls die Kleidung zu brennen beginnt, den Betroffenen am Boden wälzen und auch hier zusätzlich mit Tüchern, Wolldecken, Kleidung und Wasser das Feuer löschen. Auch ein Feuerlöscher ist hilfreich, allerdings sollten Sie damit nicht aufs Gesicht zielen. Nach dem Löschen des Feuers die Kleidungsreste vorsichtig entfernen, ehe die Verbrennungen gekühlt werden. Dazu halten Sie die betroffenen Körperregionen so lange in lauwarmes Wasser bis die Schmerzen nachlassen, aber nie länger als 10 Minuten. Wichtig ist natürlich auch die psychische Versorgung: Versuchen Sie, den Betroffenen zu beruhigen, um einen Schock vorzubeugen, gegebenenfalls die Rettung rufen.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik
  • Erstellungsdatum

Quellen

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