Grillen für Vegetarier

Grillen für Vegetarier: Ein Teller voll mit gegrillten Gemüse - Paprika, Zwiebel, Pilze
Genussvoll und gesund - vegetarisch grillen ist alles andere als eintönig. (johnnypicture - Fotolia.com)

Es muss nicht immer Fleisch sein! Grünes Grillen liegt im voll Trend. Wer ein paar Tricks beherzigt, wird rasch feststellen: Vegetarisches Grillen ist alles andere als eintönig!

Immerhin: Die Wortkombination vegetarisches Grillen löst längst kein genervtes Augenrollen mehr aus. Inzwischen gehören Gemüsespieße, gegrillte Bananen und Grillkäse schon zum Standardrepertoire jedes Grillmeisters. Und das ist gut so! Denn fleischloses Grillen sorgt nicht nur für Pluspunkte auf Ihrem Gesundheitskonto, es bereichert auch die Geschmacksknospen.

Übersicht 

Vegetarisch grillen: Bunte Gemüsevielfalt

In Punkto Gemüseauswahl haben Sie nahezu „freie Fahrt“. Klassische, zum Grillen geeignete Gemüsesorten sind Zucchini, Auberginen, Paprika, Zwiebeln, Pilze und Tomaten mit festem Fruchtfleisch. Etwas exotischer wird das Grillevent mit Spargelstangen und Fenchel. Das Gemüse kann entweder in Stücke geschnitten oder in Form von Spießen auf den Rost gelegt werden.

Vegetarisch grillen: Marinaden für ein tolles Aroma

Am besten schmeckt das Gemüse, wenn es bereits ein paar Stunden vor dem Grillen in einer kräftigen Marinade ziehen konnte. Aus Sojasoße, Knoblauch, Olivenöl und Thai Curry Pulver lässt sich eine schnelle und schmackhafte Marinade zubereiten. Doch auch Kräuter-Salz-Öl-Kombinationen verleihen Ihrem vegetarischen Grillgut mehr Pep.

Positiver Nebeneffekt: Neuesten Studien zufolge verhindern Kräutermarinaden die Entstehung von krebserregenden Substanzen. Grund dafür: Die in den Kräutern enthaltenen natürlichen Antioxidantien reduzieren die Entwicklung von sogenannten heterocyclischen aromatischen Aminen. Diese Stoffe stehen in Zusammenhang mit Krebserkrankungen.  

Wer weniger Zeit zur Verfügung hat, bestreicht das Gemüse mit einer Öl-Salz-Mischung oder mit Kräuterbutter. 

Vegetarisch grillen: Erdäpfeln und Maiskolben – die vegetarischen Klassiker

Die Grillkartoffel gehört zu den kulinarischen Stammgästen und darf bei keiner Grillparty fehlen. In der Zubereitung ist sie ebenso unkompliziert wie vielseitig einsetzbar. Verwenden Sie am besten festkochende Kartoffeln. Sie behalten auch beim Grillen ihre Form und zerfallen nicht so leicht wie mehlige Sorten. Damit die Hitze beim Grillvorgang besser in die Knolle eindringen kann, stechen Sie die Kartoffel ein paar Mal mit der Gabel an. Bepinseln Sie den Partyklassiker anschließend mit etwas Öl und wickeln Sie ihn in Alufolie ein. Je nach Geschmack können Sie auch einen Zweig Rosmarin hinzufügen. Abhängig von der Größe der Kartoffel beträgt die Garzeit etwa 45 Minuten. Wer es eilig hat, kann die Garzeit durch 10minütiges Vorkochen verkürzen.  

Klassiker Nummer 2 ist der gegrillte Maiskolben. Verteilen Sie auf jedem Maiskolben ein Stückchen Butter und wickeln sie ihn in Alufolie ein. Salzen Sie die süßlich schmeckende Beilage erst unmittelbar vor dem Servieren – nach einer Garzeit von 30-40 Minuten.

Vegetarisch grillen: Tofu – vielseitig einsetzbar

Tofu kann sowohl in großen Scheiben als Fleischersatz als auch in Form von Tofu-Spießen mit Gemüse verwendet werden. Und wie grillt man Tofu richtig? Achten Sie darauf, dass der Tofu von festerer Konsistenz ist. Weichen Sorten entziehen Sie Flüssigkeit, indem Sie den Tofu in ein sauberes, trockenes Küchentuch wickeln und beschweren. Nach zwei Stunden ist das überschüssige Wasser abgelaufen. Diese Methode ist in zweierlei Hinsicht förderlich: Einerseits verändert sich die Konsistenz, andererseits kann der Tofu die Marinade besser aufnehmen. Apropos Marinade: Je länger der Tofu in der Marinade "badet", desto intensiver wird sein Geschmack. Und desto weniger trocknet er beim Grillen aus. Eine einfache Rezeptidee: Mischen Sie Sojasoße, etwas Honig, Olivenöl, Salz und Pfeffer und lassen Sie den Tofu darin ziehen.

Vegetarisch grillen: Käse – die perfekte Eiweißalternative

Neben Halloumi, dem klassischen Grillkäse, sind auch viele andere Käsesorten "feuertauglich". Käse mit einer festeren Konsistenz, wie zum Beispiel Schafkäse kann direkt auf den Grillrost gelegt werden. In Punkto Käseauswahl dürfen Sie aber ruhig ein bisschen experimentierfreudig sein. Probieren Sie zwischendurch auch einmal weichere Käsesorten aus. Blauschimmelkäse, Saint Albray und Co zerlaufen beim Grillen und verbinden sich hervorragend mit Gemüse und Kräutern. Drapieren Sie dazu einfach Gemüse und Kräuter in einer Alufolie und krönen Sie das Päckchen mit einem Weichkäse Ihrer Wahl. Tipp: Käse harmoniert besonders gut mit Kräutern wie Thymian und Rosmarin. 

Vegetarisch grillen: Gesunde Nachspeisen aus dem Obstkorb

Erhitzt man Zucker bilden sich Röstaromastoffe und ein feiner Karamellgeschmack. Die besten Voraussetzungen, um aus zuckerreichen Früchten wohlschmeckendes Grillgut zu zaubern. Kleiner Tipp am Rande: Verstärken Sie das natürliche Karamellaroma, indem Sie die Früchte leicht mit Zucker bestreuen oder mit Honig bepinseln. Auch Butter und Schokolade verleihen dem Obst ein tolles Aroma. Etwas gewagtere, jedoch durchaus passende Ingredienzien sind Pfeffer, Salz, Basilikum und Rosmarin. Eine besondere Idee für Feinschmecker: Benetzen Sie die gegarten Früchte mit etwas Walnussöl – auf diese Weise tanken Sie auch gleich ein paar wertvolle Omega 3-Fettsäuren.   

Die Banane ist die Grillfrucht schlechthin. Sie kann mitsamt der Schale gegrillt und anschließend mit etwas Honig oder geschmolzene Schokolade serviert werden. Größere Obstsorten wie Ananas und  Äpfel, aber auch Mangos und Wassermelonen legen Sie am besten in Scheiben geschnitten auf den Rost. Etwas Rum, Zucker oder Honig geben zusätzlich Geschmack. Kleinere Obstsorten wie Kirschen und Erdbeeren sind in einem Alupäckchen oder auf Grilltassen am besten aufgehoben.  
Wer es lieber "spießig" mag, kann die kleine Fruchtstückchen auch auf Holzspießen anordnen. Eine gänzlich neue Geschmacksnote erhalten Sie, wenn Sie statt dem Holzspieß einen Rosmarinzweig verwenden.  

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik
  • Erstellungsdatum

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