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9 Green Smoothie Fehler für Anfänger

Green Smoothie
Green Smoothies sind reich an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen. (karepa - Fotolia.com)

Green Smoothies sind ein Getränk aus püriertem Obst, Gemüse und Wasser. Wir zeigen, wie Sie beim Selbermachen Anfänger-Fehler vermeiden, um leckere Green Smoothies zu machen!

Sie sind reich an leicht verdaulichen Vitaminen und Mineralstoffen und können so dazu beitragen, die empfohlenen "5 Mal Gemüse und Obst am Tag" locker zu erreichen. Aufgrund des hohen Ballaststoffgehalts machen Green Smoothies länger satt. Wir verraten mit Hilfe von Roman Firnkranz, dem Green Smoothie Experten aus Österreich, wie Sie Anfänger-Fehler vermeiden können.

Fehler 1: Zu viel auf einmal trinken

Green Smoothies sind sehr ballaststoffreich. Das ist an und für sich gesund: Ballaststoffe machen länger satt und können sogar Darmkrebs vorbeugen. Wer sich jedoch bisher ballaststoffarm ernährt hat, sollte aber die Umstellung langsam vornehmen, um Blähungen zu vermeiden. 1 Glas mit 0,25 Liter Smoothie am Tag ist ideal. Langfristig kann diese Menge auf 0,5 bis 1 Liter gesteigert werden.

Fehler 2: Smoothies als Allheilmittel für alle

Den meisten Menschen tun Green Smoothies gut und können damit einen Beitrag zu einer gesünderen Ernährung leisten. Aber jeder ist anders, also können auch Green Smoothies nicht für jeden das ideale Nahrungsmittel sein. Manche müssen die Smoothie-Rezepturen anpassen. Menschen mit Fructoseintoleanz beispielsweise sollten auf den Obst-Anteil verzichten und reine Gemüse-Smoothies ausprobieren. Für Diabetiker kann der Zucker-Anteil aufgrund des Obstes zu hoch sein, auch sie müssen eventuell das Rezept verändern. Manche Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn vertragen Green Smoothies gar nicht. Wichtig ist es, auf den eigenen Körper zu hören, um zu sehen, was er braucht und was gut tut. Wenn Green Smoothies für Sie nicht der optimale Gesundheits-Booster ist, ist das auch okay.

Fehler 3: Nur Gemüse verwenden

Aus gesundheitlichen Gründen ist ein Obst-Verzicht in manchen Fällen notwendig. Für alle Übrigen ist aber ein Smoothie-Einstieg mit hohem Obstanteil (60 % - 70 %) geschmacklich einfacher. Die Smoothies schmecken süß und lecker. Wenn Sie sich an den "grünen" Geschmack gewöhnt haben, können Sie den Gemüse-Anteil langsam erhöhen.

Fehler 4: Sofortige Wunder erwarten

Green Smoothies sind keine "Wunderpille", wie Roman Firnkranz betont. Versprechen, dass nach 1 Monat Krankheiten von alleine verschwinden oder die Haut gestrafft wirkt, findet er unseriös. Aber: Wem Smoothies gut tun, der wird das in den 30 Tagen am eigenen Körper spüren und auf für die Zukunft für sich entdecken.

Fehler 5: Zu früh aufgeben

Bei der Smoothie-Challenge ist es wichtig, immer auf den eigenen Körper zu hören. Er verrät uns, was wir vertragen und was nicht, ob uns ein Lebensmittel körperlich oder psychisch stärkt. Der Körper ist der "beste Ernährungsberater", sagt Firnkranz. Da es aber innerlich zu einer Umstellung kommt, wenn wir grüne Nahrung in unseren Alltag integrieren, sollten Sie Ihrem Körper einige Tage geben, die Umstellung zu verarbeiten. Nicht zu früh aufgeben!

Fehler 6: Anfangs große Investitionen tätigen

Professionelle Smoothie-Mixer kosten 300 - 850 Euro: Keine billige Angelegenheit. Für den Smoothie Neuling reicht ein normaler Haushaltsmixer aber völlig. Wer längerfristig Smoothies in seinen Alltag integrieren möchte, sollte über ein Profi-Gerät nachdenken. Aber: "Pürierstäbe, wie man sie für Suppen oder Babybreis verwendet, sind für Smoothies mit Blattgemüse nicht geeignet", betont Firnkranz.

Fehler 7: Wurzelgemüse verwenden

Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken, Rüben oder rote Beete enthalten Stärke, die schwerer verdaulich ist als Obst. Green Smoothies sollen aber schnell verdaubar sein und sofort Energie liefern, ob in der Früh oder als Nachmittags-Snack getrunken. Deshalb eignet sich die Kombination von Wurzelgemüse und Obst eher weniger.

Fehler 8: Keine Anreize setzen

Die 30-Tage-Green-Smoothie-Challenge ist zwar einfach umsetzbar, aber gerade am Anfang eine Umstellung. Smoothies sind im Kühlschrank zwar bis zu 3 Tage haltbar, sollten aber idealerweise täglich frisch zubereitet werden, und das 30 Tage lang! Nehmen Sie sich deshalb gleich am Anfang vor, wie Sie sich am Ende des Monates belohnen werden. Das motiviert zum Durchhalten.

Fehler 9: Keinen Spaß haben

Eine Challenge soll vor allem Spaß machen! Erzählen Sie möglichst vielen Freunden und Arbeitskollegen davon, und überreden Sie sie, mitzumachen, rät Firnkranz. Das stärkt die Motivation und bringt durch ein Gemeinschaftsgefühl mehr Spaß in die Sache.

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Quellen

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