Glücks-Studie: Österreichische Hausmänner am zufriedensten

1 von 5 Österreichern ist zufrieden: Mann mit Wäschekorb
Wer hätte das gedacht: Hausmänner sind die glücklichsten Österreicher. (Photographee.eu - Fotolia.com)
4 von 5 Österreicher sind unglücklich: Geldsorgen, Schmerzen, Einsamkeit, Stress und Arbeitsfrust sind wichtige Unglücksfaktoren. Das hat eine aktuelle Studie der Modul University Vienna über das Glücksverhalten herausgefunden.

Dass die Österreicher unglücklicher sind als angenommen entspricht nicht den Ergebnissen vorangegangener Studien. Bei dieser Studie wurde genauer nach dem Lebensgefühl gefragt. So ergab die Untersuchung, dass nur 1 von 5 Österreichern ein ungetrübtes, glückliches Leben führt. Am zufriedensten zeigten sich verheiratete Nichtraucher und Menschen mit höherer Bildung. Spitzenreiter und demnach auch am zufriedensten sind Hausmänner. Menschen mit optimistischer Lebenseinstellung gelten generell als glücklicher.

Glück und Zufriedenheit hängen von der Fragestellung ab

Andere Studien zum Thema kommen zu einem spiegelverkehrten Ergebnis: rund 80 % der Österreicher sollen mit ihrer Lebenssituation scheinbar zufrieden sein. Studienleiter Dr. Ponocny erklärt diesen großen Unterschied damit, dass die Richtigkeit der Ergebnisse mit großen logistischen Anforderungen einhergeht. Üblicherweise werden bei derartigen Erhebungen nur geschlossene Fragen gestellt. Das ist zwar effizienter, spiegelt wirkliche Tatsachen aber nicht adäquat wieder.

Die Wiener Forscher wählten deshalb einen anderen, umfangreicheren Weg. Im Laufe der 2-jährigen Studie wurden an 10 Standorten 550 Interviews geführt sowie 1.432 Fragebögen und 335 spezielle Tagebücher ausgewertet. Daraus ergab sich ua. auch die Möglichkeit, regionale Unterschiede ausfindig zu machen. Das Leben in Großstädten wirkt sich demnach nachteilig auf die Zufriedenheit aus.

Geschlechterspezifische Einflussfaktoren für Zufriedenheit

Die besten Zufriedenheitswerte erreichten interessanterweise Hausmänner. Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass Ausbildung und Einkommen den Faktor "Zufriedenheit" stark beeinflussen, den Faktor "Glück" allerdings weniger. Hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede zeigten sich besonders bei den Faktoren "Attraktivität" und "erfülltes Sexualleben" deutliche Unterschiede. Sich nicht attraktiv zu fühlen, beeinflusst Frauen demnach viel stärker als Männer. Andererseits klagen insbesondere ältere Männer über ein unerfülltes Sexleben.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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Quellen

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