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Wie (un)verlässlich sind Gesundheits-Apps?

Wie (un)verlässlich sind Gesundheits-Apps? Ein Arzt zeigt auf ein Smartphone
Das Smartphone als besserer Arzt ist aktuell noch eine Zukunftsvision. (WavebreakmediaMicro - Fotolia.com)

Das Smartphone ist für viele zum "mobilen Arzt" geworden, Apps bieten diverse Tests etwa zu Depressionen, HIV oder anderen Erkrankungen. Eine neue Studie warnt allerdings vor der Ungenauigkeit der entsprechenden Apps.

Für viele Menschen ist es mittlerweile ganz natürlich, vor einem Besuch beim Hausarzt erstmal eine Suchmaschine im Internet über die Symptome zu befragen. In den letzten Jahren haben sich darüber hinaus Smartphone-Apps als Lieferanten einer ersten Diagnose etabliert. So gibt es nicht nur Programme, die ihren Nutzer auf Depressionen überprüfen, auch zur Gesundheit seiner Muttermale kann der moderne User mit wenigen Klicks einiges erfahren. Ob die Handy-Diagnose aber wirklich so eine gute Idee ist, daran hat eine neue Studie erhebliche Zweifel.

Nur jede dritte Diagnose richtig

Die international durchgeführte Untersuchung wurde im British Medical Journal veröffentlicht und stellt den modernen Analyse-Tools ein schlechtes Zeugnis aus. Online-Portale, bei denen man seine Symptome angeben kann, würden demnach nur bei jedem dritten Fall eine richtige Diagnose ausstellen. Es gibt aber auch Apps, die nach Angabe der Beschwerden eine weitere Vorgehensweise vorschlagen. Diese lagen bei der Untersuchung immerhin in 57% der Fälle richtig.

Großes Potenzial

Experten sind sich prinzipiell über das große Potenzial der mobilen Selbst-Diagnose einig, bloß an der Ausführung würde es derzeit noch scheitern. Für den Moment ist damit aber auch klar: Wenn Sie ungewohnte Symptome aufweisen, ist ein Arzt-Besuch nicht durch einen Blick aufs Handy zu ersetzen.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik
  • Erstellungsdatum

Quellen

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