Gesund und nachhaltig Fasching feiern

Gesund und nachhaltig Fasching feiern: zwei lachende Clowns
Fasching soll Spaß machen - mit Bedacht auf Gesundheit und Umwelt ist die Freude noch größer. (Picture-Factory - Fotolia.com)

Bunte Verkleidungen, süße Krapfen, Konfetti und Girlanden: Beim Fasching steht der Spaß an erster Stelle - dass Schminke und Kostüme nicht immer aus umwelt- und gesundheitsfreundlichen Materialien bestehen, wird oft nicht bedacht.

Das Faschingsessen ist mit seinen Krapfen und fettigen Snacks sehr zucker- und kalorienreich, Schminkstifte sind nicht für alle verträglich und alljährlich neu gekaufte Verkleidungen landen letztendlich oft im Müll. Dabei kann Fasching auch ökologisch, auf Nachhaltigkeit und Gesundheit bedacht gefeiert werden: Kostüme aus gesundheitlich unbedenklichem Material gebastelt oder ausgeborgt und der Krapfen als gesündere Variante aus Bio-Zutaten - und dem Fasching mit kleinem ökologischen Fußabdruck steht nichts im Wege.

Bio-Schminke ohne Chemie

Bunte Schminke gehört zu einem richtigen Faschingsfest dazu, Kinder lieben es, sich die Gesichter anmalen zu lassen und auch Erwachsene zieren am Faschingsdienstag Katzenschnurrbärte und rote Nasen aus bunter Farbe. Aber was ist in den Schminkstiften und Farbtuben enthalten? Könnten die Inhaltsstoffe der Gesundheit schaden? Tatsächlich ist es zwar so, dass die meisten Produkte auf dem Markt gesundheitlich unbedenklich sind, aber dennoch synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe beinhalten, die bei Empfindlichen Hautirritationen verursachen können. Nach einer Untersuchung der deutschen Konsumentenschutzorganisation Stiftung Warentest sind die konventionellen Farben nicht mit Schwermetallen wie Blei belastet, sind aber vor allem für Menschen mit empfindlicher Haut oder Hautproblemen (z.B. bei Akne) mit Vorsicht zu genießen. Besser ist es allemal, auf Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen zurückzugreifen, die zusätzlich auch ökologisch abbaubar sind. Wer seine Schminke selbst herstellen möchte, kann sich die Farben einfach aus Fettcreme (am besten eignet sich Baby-Wundschutzcreme) und wenigen Mengen (Bio-)Lebensmittelfarbe selbst zusammenmixen. Diese selbstgemachten Farben sind auch für Kleinkinder unbedenklich. Besteht eine Allergie auf bestimmte Kosmetikinhaltsstoffe, müssen nur die Ingredienzien der Wundschutzcreme beachtet werden.

Gesundes Faschingsmenü 

Typisches Faschings-Essen zeichnet sich für gewöhnlich nicht durch seinen gesundheitlichen Wert aus, so sind Krapfen z.B. süße und fette Kalorienbomben (etwa 300 Kalorien pro Stück!) und machen sich bei übermäßigem Verzehr auf den Hüften in Form von Übergewicht breit und fördern mit Ihrem hohen Zuckergehalt die Entstehung von Diabetes. Dabei gibt es leckere Alternativen zum fettigen Fastnachtschmaus, wie das Rezept für Rosinenkrapfen des  online-Abnehmprogramms KiloCoach zeigt. Ein klassisches Essen zur Faschingszeit ist auch pikanter Heringsalat, meistens mit viel Mayonnaise zubereitet - also dementsprechend fett. Der Fisch an sich ist aber gesund und beinhaltet z.B. Omega-3-Fettsäuren, die unter anderem den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken sowie das Herz schützen.

Zur Zubereitung der Speisen empfehlen sich Bio-Produkte wie z.B. Bio-Mehl, Freilandeier, Kartoffeln aus Bio-Anbau oder Hering aus nachhaltigem Fischfang. Damit tun Sie nicht nur ihrem Körper, sondern auch der Umwelt etwas Gutes. Auf regionalen Gemüsemärkten, in Bio-Supermärkten oder in Lebensmittelgeschäften mit Bio-Sortiment finden Sie eine Vielzahl solcher Lebensmittel. Beim Fisch lohnt es sich, das Etikett auf Herkunft und Fangweise zu prüfen bzw. diesen frisch auf dem Markt zu kaufen. Anstatt kalorienreicher Chips aus dem Supermarktregal, können Sie Kartoffeln, Karotten, Zucchini, Pastinaken oder ähnliches Gemüse aus biologischer Landwirtschaft in dünne Scheiben schneiden, ein wenig salzen, im Ofen trocknen und als knusprigen Snack auf der Faschingsparty servieren. Aufgeschnittenes saisonales Obst in dunkle Schokolade oder Joghurt getaucht ist auch bei Kindern ein beliebter Ersatz für konventionelle Süßigkeiten wie z.B. Gummibärchen oder Milchschokolade.

Faschingskostüm selber machen oder einfach ausborgen

Alle Jahre wieder geben die Menschen viel Geld für Faschingskostüme aus. Diese bestehen nur selten aus gesundheitsfreundlichen Materialien. Vor dem Tragen werden sie außerdem zumeist nicht gewaschen, die Haut kommt in direkten Kontakt mit den synthetischen Stoffen. Um das zu vermeiden, ist es am einfachsten sich selbst ein Kostüm zu basteln. Es gibt Internetseiten, die kostenlos Schnittmuster von der Hundeverkleidung bis zum Prinzessinnenkostüm anbieten. Bestenfalls verwenden Sie dazu Stoffe aus reiner Baumwolle bzw. andere biologisch abbaubare Materialien (z.B. Leinen), die der Haut nicht schaden und auch gewaschen werden können. Schauen Sie nach, welche Stoffe oder Gegenstände Sie zuhause haben, nicht mehr brauchen und zum Basteln verwenden können. Recyceln Sie z.B. alte Männersocken zu Katzenschwänzen, indem Sie diese mit Watte ausstopfen, zunähen und am Hosenbund befestigen.

Fehlt Ihnen die Zeit und Muße für die Selbstherstellung der Faschingsverkleidung, dann suchen Sie einen Kostümverleih auf und borgen Sie sich einfach ein Outfit Ihrer Wahl aus. Fragen Sie nach, aus welchen Materialien die Kleidung besteht und ob sie regelmäßig gründlich gereinigt wird. Durch das Ausborgen entsteht kein Müll, die Umwelt wird nicht belastet.

Weiterführende Informationen

Quellen

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