Geröstete Erdnüsse lösen eher Allergie aus

Geröstete Erdnüsse lösen eher Allergie aus: geröstete Erdnüsse
Erdnüsse lösen in gerösteter Variante vermutlich eher eine Allergie aus. (emuck - Fotolia.com)
Eine Studie, veröffentlicht im Fachmagazin "Journal of Allergy and Clinical Immunology", kam zum Ergebnis, dass geröstete Erdnüsse bei empfindlichen Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit Allergien auslösen, als es bei rohen oder gekochten Nüssen der Fall ist.

Um das herauszufinden, haben die beteiligten Wissenschafter mit Mäusen gearbeitet. Diese wurden über die Haut bzw. Magen mit Erdnussproteinen in Berührung gebracht, um im Anschluss zu prüfen, inwieweit sie allergische Reaktionen zeigten. Das Immunsystem der Mäuse reagierte auf geröstete Nüsse viel eher als auf rohe mit einer Abwehrreaktion Laut den Forschern sei das der erste Nachweis für einen potenziellen Auslöser einer Erdnussallergie.

In ost-asiatischen Ländern weniger Erdnussallergiker

Das wäre auch eine Erklärung dafür, dass die Anzahl der Erdnussallergiker in ost-asiatischen Ländern geringer ist als in Mitteleuropa. In diesen Ländern werden Erdnüsse nämlich eher gekocht oder roh bevorzugt.

Wirklich stichhaltig sind die neuen Erkenntnisse aber nicht, weitere Untersuchungen seien noch ausständig. Unter anderem deshalb, weil vorangegangene Studien gezeigt haben, dass auch die genetische Veranlagung über die mögliche Entstehung einer solchen Nahrungsmittelallergie mitverantwortlich ist.

Leben mit einer Erdnussallergie

Allergiker sollten immer einen sogenannten "Autoinjektor" - ein medizinisches Instrument zur Verabreichung von Medikamenten - bei sich haben, da eine allergische Reaktion sehr gefährlich werden kann. Folgende Dinge sollten Erdnuss-Allergiker ebenso beachten:

  • Lesen Sie bei Lebensmitteln stets die Zutatenliste, denn sie enthalten häufig (auch nur Spuren) Erdnüsse.
  • Fragen Sie im Restaurant genau nach den Inhaltsstoffen der Gerichte nach
  • Denken Sie daran, Ihren Allergiepass immer bei sich zu haben.

Erdnussallergien zählen neben Heuschnupfen sowie Haustaubmilben- und Insektengiftallergie zu den häufigsten auftretenden Allergien. Diagnsotiziert wird die Erdnussallergie anhand eines Pricktest.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Julia Wild
  • Erstellungsdatum

Quellen

Mehr zum Thema