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Exotische Gelsen im Anflug

Exotische Gelsen im Anflug: Nahaufnahme einer Gelse
Schon bald könnten die Österreicher auch von exotischen Gelsen genervt werden. (claffra - Fotolia.com)

Die Japanische Buschmücke ist nur eine von mehreren exotischen Gelsenarten, die sich nun auch in Österreich breitmachen. Besonders im Süden des Landes könnte man die Auswirkungen schon heuer zu spüren bekommen.

Insekten zählen trotz Moskitonetz und anderen Vorkehrungen zu den Schattenseiten des Sommers. In Österreich besonders unbeliebt sind die Hausgelsen, die den gemütlichen Abend schnell in einen juckenden Albtraum verwandeln können. Schon bald wird sie hierzulande artverwandte Freunde finden, denn Experten weisen darauf hin, dass sich schon bald exotische Gelsen in Österreich verbreiten werden.

Japanische Buschmücke kommt

Bei einer Wiener Tagung zum Thema Stechmücken gaben Experten bekannt, dass wir uns in Österreich schon bald mit exotischen Gelsen herumschlagen werden. Die erste hierzulande neue Gelsenart wird die japanische Buschmücke sein. Sie könnte demnach bereits heuer den Süden Österreichs erreichen - Experten nennen in erster Linie die Steiermark - während sie in anderen Bundesländern erst in den folgenden Jahren vorkommen wird. Da sie auch tagsüber zuschlagen, wird die Gelsen-Belastung künftig nicht mehr nur am Abend vorhanden sein. Die Stiche der japanischen Buschmücke sind wie die der Hausgelsen zwar lästig, im Prinzip aber harmlos.

Gelsen als Überträger von West-Nil-Virus 

Unterschätzt werden die Gelsen in Österreich als Überträger von Krankheiten. Tatsächlich kann man durch einen Gelsenstich mit dem West-Nil-Virus infiziert werden. Symptome und Krankheitsverlauf ähneln einer Grippe, nach einer Woche ist alles wieder vorbei. Zudem ist man nach einer Erkrankung für mindestens fünf Jahre vor einer weiteren Infektion geschützt. Die Gefahr, sich mit dem West-Nil-Virus anzustecken ist trotz der Gelsen aber ohnehin sehr gering, bislang sind im Bereich Wien und Niederösterreich lediglich 4 Fälle bekannt.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik
  • Erstellungsdatum

Quellen

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