Gelsenschutz-Mittel im Test: Nur wenige wirken

Gelsenschutz-Mittel im Test: Frau hat Gelsen-Spray in der Hand
Spray & Co gegen Gelsen: Mehr als die Hälfte der getesteten Mittel bieten kaum bis gar keinen Schutz. (vladimirfloyd - Fotolia.com)
Das Verbrauchermagazin "Konsument“ hat im Auftrag der AK OÖ einen Anti-Gelsen-Mittel-Test durchgeführt. Mehr als die Hälfte der Mittel fielen durch im Test.

Der Hochsommer ist angebrochen und mit ihm leider auch die alljährliche Gelsen-Plage. Die Freude am Campen, Grillen, Wandern und anderen Outdoor-Aktivitäten löst sich schnell in Luft auf, wenn sich Gelsen auf Beutejagd begeben. Diverse Hersteller von Gelsenschutz-Mitteln versprechen wirksamen Schutz gegen die lästigen Störenfriede. Doch halten die gepriesenen Wundermittel auch das was sie versprechen?

Sprays, Lotionen und Gels wurden gegen Gelsen getestet

Für diesen Test wurden 3 verschiedene Mückenarten auf die Unterarme von 5 Testpersonen los gelassen. Getestet wurden 12 Sprays, Lotionen und Gels sowie Anti-Gelsen-Armbänder. Das Ergebnis hätte besser auffallen können, denn mehr als die Hälfte der getesteten Mittel bieten kaum bis gar keinen Schutz. Einige machten sich hingegen mit Nebenwirkungen, wie Schleimhautreizungen bemerkbar und andere lösten sogar Allergien aus. Und die mit ätherischen Ölen angereicherten Bänder waren völlig wirkungslos, sollen laut Test also höchstens als Accessoires verwendbar sein.

Einzelne Ergebnisse im Überblick:

  • Am besten abgeschnitten haben die Mittel „Insektenschutz Protection Plus“ (Autan), "Forte" (Anti Brumm) und der "Hautspray DEET 50 %" (Nobite) - sie schützten die Haut der Testpersonen zwischen 4 und 8 Stunden lang.
  • Die Gelsen zeigten sich von mehr als der Hälfte der getesteten Mittel unbeeindruckt - 7 der 12 getesteten Mittel schnitten mit "wenig-" bzw. "nicht-zufriedenstellend" ab.
  • Einige - darunter auch wirksamene - Präparate reizten hingegen Augen und Schleimhäute, weshalb sie für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden sollten.
  • Anti-Gelsen-Mittel sind für die Haut von Kleinkindern und Babys zu aggressiv. Den Kleinen unter uns bietet man mit langer Kleidung und Netzen den besten Schutz.

Wie lassen sich Gelsenstiche verhindern?

Wie der Test gezeigt hat, sind Gelsenstiche bis auf weiteres schwer zu verhindern und häufig leider Bestandteil des gemütlichen Beisammenseins im Freien. Wenn man gestochen wurde, ist es ratsam nicht zu kratzen, da der Juckreiz dadurch nur noch stärker wird. Abhilfe schaffen hingegen kalte Auflagen sowie Zitronen- und Zwiebelscheiben, welche man auf die Einstichstellen legt.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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Quellen

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