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Gefährliche Schmerzmittel-Challenge auf Facebook

Gefährliche Schmerzmittel-Challenge auf Facebook: Eine geöffnete Packung mit weißen Tabletten.
Polizei und Lebensmittelbehörden warnen vor der Schmerzmittel-Challenge auf Facebook. (Les Cunliffe - Fotolia.com)

Auf sozialen Netzwerken, allen voran auf Facebook, macht derzeit ein grausames Spiel die Runde. Bei der sogenannten Paracetamol-Challenge fordern sich Jugendliche gegenseitig dazu auf, große Mengen an Schmerzmedikamenten zu schlucken.

Polizei und Lebensmittelbehörden in Großbritannien warnen vor der Paracetamol-Challenge, die aktuell in sozialen Netzwerken überall auftaucht. Dabei handelt es sich um eine Art Mutprobe, denn Jugendliche fordern sich gegenseitig dazu auf übermäßig viele Tabletten mit dem Wirkstoff Paracetamol auf einmal zu nehmen. Dieses Spiel könnte verheerende Folgen haben, allerdings muss die Echtheit der Challenge angezweifelt werden. Es könnte sich um einen sogenannten Hoax handeln.

Hashtag provoziert Überdosis

Unter dem Hashtag #paracetamolchallenge sollen sich - Angaben der britischen Polizei zufolge -  Jugendliche gegenseitig zum Schmerzmittelkonsum auffordern. In schlimmen Fällen kann es dadurch sogar zu tödlichen Nieren- oder Leberversagen kommen. Wie weit die Challenge tatsächlich verbreitet ist und tatsächlich durchgeführt wird, ist aber nur schwer nachzuvollziehen. Unter dem Hashtag finden sich mittlerweile hauptsächlich Nachrichten zum vermeintlichen Phänomen.


Medienecho als Auslöser der Challenge?

Womöglich hat das Medienecho die #paracetamolchallenge erst so richtig zum Leben erweckt, zugleich hat es aber auch einen positiven, weil aufklärenden Effekt. Schmerzmittel gehören nämlich nicht nur weltweit zu den bekanntesten Medikamenten, die meisten sind auch nicht rezeptpflichtig und die Teenager haben barrierefreien Zugang dazu. Daher gelten sie schon länger als Einstiegsdroge der Jugendlichen, die sich über die gesundheitlichen Konsequenzen oft nicht im Klaren sind.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Julia Wild
  • Erstellungsdatum

Quellen

  • Facebook

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