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5 Fragen zum Gebärmutterhalskrebs

Um einen möglichen Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen, führt der Gynäkologe stets einen PAP-Abstrich durch. (YakobchukOlena - Fotolia.com)

In Österreich erkranken pro Jahr in etwa 400 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Unsere 5 Fragen zu dem Thema erklären unter anderem die Entstehungsweise, Symptomatik und Therapie der Krankheit.

Gebärmutterhalskrebs ist eine verhältnismäßig seltene Diagnose, obwohl es mehrere Risikofaktoren gibt. Sofern die Krankheit frühzeitig erkannt wird, stehen die Heilungschancen außerordentlich gut, ausreichend informiert sollte man dennoch sein. Darum haben wir die 5 wichtigsten Fragen zum Gebärmutterhalskrebs für Sie beantwortet.

Frage 1: Was sind die Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs?

HP-Viren sind bei etwa 90% aller Gebärmutterhalskrebsfälle ausschlaggebend und somit der mit Abstand häufigste Auslöser. Als größter Risikofaktor gilt ein häufiger Wechsel der Geschlechtspartner. Neben HP-Viren können auf diesem Wege auch andere Erreger wie beispielsweise Chlamydien übertragen werden. Überdurchschnittlich gefährdet sind außerdem Raucher sowie Menschen mit einer HIV-Erkrankung oder einem anderswie geschwächten Immunsystem.

Frage 2: Wie häufig ist Gebärmutterhalskrebs?

Mit den bereits genannten 400 Fällen pro Jahr ist der Gebärmutterhalskrebs in Österreich vergleichsweise selten. Er macht gerade einmal 2,3% der bösartigen Tumorerkrankungen bei Frauen aus. Hauptverantwortlich für die positive Entwicklung der letzten Jahre ist die verbesserte Vorsorge beim Gynäkologen, der Patientinnen mittels PAP-Abstrich auf die Krankheit hin untersucht. Seit 2006 ist zudem eine HPV-Impfung am Markt, dank der die Zahl der Neuerkrankungen weiter verringert werden konnte.

Frage 3: Was sind die Symptome von Gebärmutterhalskrebs?

Beim Gebärmutterhalskrebs weisen Betroffene relativ lange keine Symptome auf. Erst wenn der Tumor weiter angewachsen ist, kann es zu Schmerzen und Blutungen beim Geschlechtsverkehr kommen. Zwischenblutungen oder bräunlicher Ausfluss sind weitere mögliche Hinweise. Bei stark fortgeschrittener Krankheit kommt es zudem häufig zu Kreuzschmerzen, auch Entzündungen im Beckenbereich sind in diesem Stadium möglich.

Frage 4: Wie wird Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert?

Der sogenannte PAP-Abstrich ist bei jedem Frauenarztbesuch eine absolute Standarduntersuchung. Dabei wird mit einem Wattetupfer etwas Zellgewebe von Muttermund sowie vom Gebärmutterhalskanal entfernt. Nur wenn die Analyse dieser Probe ein auffälliges Ergebnis bringt, sind Folgeuntersuchungen notwendig. Eine endgültige Diagnose wird erst nach weiteren Gewebsentnahmen gestellt.

Frage 5: Wie wird Gebärmutterhalskrebs behandelt?

Je nach Fortschritt der Krankheit kann es zunächst zu einer sogenannten Konisation kommen. Bei diesem recht häufigen Eingriff wird ein Gewebsstück aus dem Gebärmutterhalskrebs entfernt. Wird ein bereits fortgeschrittener Tumor festgestellt, kann eine teilweise oder vollständige Entfernung der Gebärmutter notwendig sein. In seltenen Fällen kommt es außerdem zum Einsatz von Chemo- und/oder Strahlentherapie.

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