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FSME-Impfung: Warum sie so wichtig ist

Die Zahl der FSME-Erkrankungen ist in Österreich rückgängig, der einzige sinnvolle Schutz ist die Impfung. (Michael Tieck - Fotolia.com)

Obwohl das Risiko eines Zeckenstiches in Österreich besonders hoch ist, sind die dadurch verursachten Fälle mit Gehirnhautentzündungen stetig zurückgegangen. Dennoch oder gerade deswegen ist es wichtig, sich impfen zu lassen.

Es sind vor allem warme Tage mit hoher Luftfeuchtigkeit, an denen Zecken besonders aktiv sind. Österreich zählt dabei weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Risiko, sich mit der als FSME besser bekannten Frühsommer-Meningoenzephalitis zu infizieren. Die Viruserkrankung kann zu einer Gehirnhautentzündung führen und zeigt zunächst grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Nackensteifheit.

Infektionen rückgängig

In den meisten Krankheitsfällen bleiben dauerhafte Schäden zurück, die von Konzentrationsschwächen bis zu Lähmungen reichen können. Dementsprechend erfreulich ist die Tatsache, dass die Infektionen in Österreich seit den 1980er Jahren stets zurückgegangen sind. Gab es damals noch etwa 700 Fälle pro Jahr, waren es 2015 nur noch 64. Maßgeblich für diese positive Entwicklung waren diverse Aufklärungskampagnen sowie der Erfolg der FSME-Impfung.

Alle 5 Jahre auffrischen

Dennoch sehen Vertreter des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung noch starken Nachholbedarf. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde verstärkt darauf hingewiesen, dass oftmals die richtigen Intervalle nicht eingehalten werden. Die erste Grundimmunisierung erfolgt mit 3 Impfungen innerhalb eines halben Jahres. 3 Jahre später muss erstmals aufgefrischt werden, danach beträgt das Impfintervall 5 Jahre. Personen ab 60 sollten sich alle 3 Monate impfen lassen, all dies wird im Impfpass genau dokumentiert.

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