Behandlung der Fructoseintoleranz

frau kauft gemüse
Beim Einkaufen hilft es sich nach einer Liste mit fructosearmen Lebensmitteln zu richten. (Boggy - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Unverträglichkeiten

Wurde die Fruchtzuckerintoleranz eindeutig nachgewiesen, ist Fructose für 1, 2 Wochen weitgehend zu meiden (Eliminierungsdiät).

Sollten sich die Beschwerden danach deutlich verbessern, kann man einzelne fructosearme Obst- oder Gemüsesorten wieder nach und nach in geringen Mengen essen und schrittweise die Verträglichkeit testen.

Fructoseintoleranz: Was wird vertragen?

Dadurch lässt sich herausfinden, auf welche Produkte genau man empfindlich reagiert bzw. auch auf welche Mengen. Gut vertragen werden in der Regel Kartoffeln, Brokkoli, Zucchini, Erbsen, Gurken, Kopfsalat, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Spargel und Spinat.

Meiden sollte man besonders in der Phase der Eliminierungsdiät Obst, Fruchtsäfte, Fertigprodukte und allgemein Süßes. Bessern sich die Symptome trotz fructosearmer Kost nicht, könnte dies auf eine zusätzliche Laktoseintoleranz hindeuten.

Es gibt auch die Möglichkeit, über diätetische Präparate Enzyme zuzuführen, die den Abbau der Fructose im Dünndarm unterstützen. Die Symptome können auch von der bakteriellen Fehlbesiedelung des Dünndarms abhängen, Besserung bringt daher vielfach auch eine Behandlung mit Antibiotika.

Fructoseintoleranz: Was kann man zusätzlich tun?

Wer sensibel auf Fruchtzucker reagiert, sollte Protokoll führen: wann wird was in welchen Mengen gegessen bzw. in welchem Zusammenhang es zu Beschwerden kommt. Es macht auch Sinn, nach der Diätphase schrittweise wieder in kleinen Mengen fructosehaltige Lebensmittel zu essen.

Weiterführende Informationen

Medizinischer Experte

Univ.-Prof.

Dr. Christoph Gasché

Innere Medizin / Gastroenterologie & Hepatologie

Leiter des Christian Doppler Labors, Univ. Klinik für Innere Medizin III (AKH Wien) / Gründer und Leiter des Medizinischen Kompetenzzentrum Eisenmangel Loha for Life

Gesundheitskompass

Quellen

  • Ernährungsmedizin, H.K. Biesalski (Hrsg.) et.al., Thieme Verlag, 4. Auflage, Stuttgart 2010
  • Fruktosemalabsorption, M. Ledochowski et. al., In: Journal für Ernährungsmedizin 2, 2000, S. 10-14
  • Pressekonferenz: "Lebensmittelunverträglichkeiten auf dem Vormarsch" am 22.10.2009 in Wien

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