Wie häufig ist Fructoseintoleranz?

Frau trinkt Orangensaft
Bauchgrummeln nach einem Glas Orangensaft könnte auf eine Fruchtzuckerunverträglichkeit hinweisen. (Alliance - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Unverträglichkeiten

In Österreich macht die Fruchtzuckerunverträglichkeit rund 500.000 Menschen zu schaffen, in Europa ist zirka jeder 10. von Fructoseintoleranz betroffen.

Frauen laborieren häufiger daran als Männer. Das liegt daran, dass der weibliche Dünndarm nicht in der Lage ist, große Fructosemengen zu verarbeiten.

Video: Fructoseunverträglichkeit nimmt zu

Diagnose der Fructoseintoleranz

Wie bei der Laktoseintoleranz wird der sogenannte H2-Atemtest durchgeführt: Der Betroffene bekommt auf nüchternen Magen 25 Gramm Fruchtzucker verabreicht. Der im Dickdarm produzierte Wasserstoff gelangt ins Blut und schließlich in die Luft, die ausgeatmet wird. Die Konzentrationen in der Atemluft werden über einen Zeitraum von 2 Stunden gemessen. Steigen diese Werte signifikant an, muss von einer vorhandenen Fructoseintoleranz ausgegangen werden.

Ergänzend wird der Arzt eventuell eine Magenspiegelung bzw. Darmspiegelung oder einen Darmultraschall empfehlen.

Weiterführende Informationen

Medizinischer Experte

Univ.-Prof.

Dr. Christoph Gasché

Innere Medizin / Gastroenterologie & Hepatologie

Leiter des Christian Doppler Labors, Univ. Klinik für Innere Medizin III (AKH Wien) / Gründer und Leiter des Medizinischen Kompetenzzentrum Eisenmangel Loha for Life

Gesundheitskompass

Quellen

  • Ernährungsmedizin, H.K. Biesalski (Hrsg.) et.al., Thieme Verlag, 4. Auflage, Stuttgart 2010
  • Fruktosemalabsorption, M. Ledochowski et. al., In: Journal für Ernährungsmedizin 2, 2000, S. 10-14
  • Pressekonferenz: "Lebensmittelunverträglichkeiten auf dem Vormarsch" am 22.10.2009 in Wien

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