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Fructose macht uns hungrig

Fructose macht uns hungrig: Obststücke
Fructose ist Obst enthalten - Wird er als Süßungsmittel Getränken beigemengt, ist er nicht gesünder als Zucker. (Africa Studio - Fotolia.com)

Künstliche Süßungsmittel sind die gängigste Art, um Softdrinks "gesünder" zu machen. Allerdings sind die Mittel mit dem hohen Fructosegehalt nicht der Weisheit letzter Schluss.

Fruchtzucker ist lediglich ein Diät-Mythos, der sich hartnäckig hält. Er macht nicht weniger dick als herkömmlicher Haushaltszucker (Traubenzucker, Glucose), weil er genauso viele Kalorien enthält. Wissenschafter haben jetzt sogar noch einen weiteren Nachteil von Fructose feststellen können. Einer neuen Studie zufolge macht Fruchtzucker auch hungrig, was an einem Missverständnis in unserem Gehirn liegt.

Hunger wird durch Fructose größer

Amerikanische Forscher beweisen in einer neuen Studie, dass Fructose hungrig macht. Die Versuchsteilnehmer haben Getränke mit Fructose oder welche mit Glucose serviert bekommen. Anschließend wurde der Appetit der Teilnehmer gemessen, wobei ein sehr interessantes Ergebnis zu erkennen war. Jene Teilnehmer, die Fructose-haltige Getränke konsumiert hatten, hatten einen größeren Hunger als jene, die ein Getränk mit Glucose als Süßungsmittel getrunken hatten.

Wegen Missverständnis im Gehirn: Fructose fördert den Hunger

Zurückzuführen ist das Ergebnis auf ein Missverständnis in unserem Gehirn. Glucose erhöht den Insulinwert des Menschen wesentlich stärker als Fructose. Das Insulin wiederum schickt unserem Gehirn sofort ein Signal im Sinne von "Du hast gegessen!". Da die Fructose den Insulinwert nicht entsprechend erhöht, versteht unser Gehirn nicht, dass wir bereits etwas gegessen bzw. getrunken haben. Daher bleiben wir trotzdem wir essen, einfach nur: hungrig.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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Quellen

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