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Fruchtzucker sollte nicht unterschätzt werden

Die Wirkung von Fruchtzucker sollte nicht unterschätzt werden. (elmowski - Fotolia.com)

Im erbitterten Kampf zwischen Trauben- und Fruchtzucker wird letzterem gerne die Rolle des Guten zugewiesen. Tatsächlich aber sollte man es auch mit der Fructose nicht übertreiben.

Aufgrund von Vitaminen und anderen wertvollen Nährstoffen ist Obst für unseren Körper unheimlich gesund. Allerdings sollte beachtet werden, dass ein Zuviel an Früchten sich ins Gegenteil kehren kann. Denn die in der Werbung so gerne zitierte "natürliche Süße von Früchten" ist auf Fructose, also Fruchtzucker zurückzuführen. Und der ist, obwohl gesünder als Glucose (Traubenzucker), auch nicht zu unterschätzen.

Wie viel ist genug?

Der Verbraucherservice Bayern weist in einer öffentlichen Information darauf hin, dass Fructose genauso viele Kalorien enthält wie die meisten anderen Zuckerarten. Daher sei, wie so oft, das richtige Maß entscheidend, um von den Vorteilen zu profitieren ohne zu viel Zucker aufzunehmen. Einen Hinweis darauf gibt eine ältere Studie, in der festgestellt wurde, dass mehr als 5 Portionen Obst pro Tag den positiven Effekt nicht mehr verstärken würden.

Blutzuckerspiegel

Andere Untersuchungen weisen außerdem darauf hin, dass ein langjähriges Übermaß an Fructose zu einer sogenannten nichtalkoholischen Fettleber führen kann. Seinen guten Ruf aus alten Tagen hat die lange Zeit in der Diabetikerküche als Süßungsmittel bevorzugte Fructose mittlerweile schon etwas verspielt. Sofern keine Fructoseintoleranz vorliegt, hat Fruchtzucker gegenüber Traubenzucker aber durchaus Vorteile. Durch die andersartige Verarbeitung im Stoffwechsel lässt die Fructose den Blutzuckerspiegel weit weniger ansteigen.

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