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Allergien und Asthma treffen Frauen häufiger

Von Allergien sowie Asthma sind Frauen im Schnitt häufiger betroffen als Männer. (WavebreakMediaMicro - Fotolia.com)

Von Allergien sowie dem daraus oft entstehenden Asthma sind Frauen wesentlich häufiger betroffen als Männer. Dies berichtet die MedUni Wien im Rahmen des Weltfrauentages.

Der internationale Kalender ist bunt gespickt mit verschiedensten Welttagen, an denen eine ganz spezifische Menschengruppe gefeiert wird. Am 8. März darf sich in etwa die Hälfte der Weltbevölkerung geehrt fühlen, denn immerhin handelt es sich um den Weltfrauentag. Die MedUni Wien nutzt den Anlass dazu, um über das Geschlechterverhältnis bei einem bestimmten Thema zu informieren.

Östrogen macht anfällig

Demnach sind Frauen wesentlich häufiger von Allergien und Asthma betroffen als Männer. Im Kindesalter sind Burschen gefährdeter, ab etwa 10 Jahren ändert sich das Verhältnis allerdings. Zu dieser Zeit beginnt bei Mädchen eine verstärkte Ausschüttung des Sexualhormons Östrogen, das für eine höhere Anfälligkeit sorgt. Das männliche Pendant, das Testosteron, könnte hingegen sogar eine schützende Funktion haben.

Asthma und der Zyklus

Ein gerne unterschätzter Faktor ist die Wirkung von Hormonen, da sich Asthmasymptome gewissermaßen mit dem Zyklus der Frau mitverändern. In diese Richtung argumentiert auch Erika Jensen-Jarolim vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung: "Auf diese Zusammenhänge wird in der Interaktion zwischen Allergologie und Gynäkologie noch zu wenig geachtet".

Allergie abklären

Insbesondere während der Schwangerschaft sollten Frauen mit Asthma Acht geben. Der Hormonhaushalt ist naturgemäß verändert, wodurch sich neue Umstände ergeben. In dieser Zeit kann ein Anfall sowohl für die Mutter als auch das Kind ein erhebliches Risiko darstellen. Frühzeitig eine Allergie abzuklären sollte im Rahmen einer Schwangerschaft daher hohe Priorität genießen.

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