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Jeder Zehnte von uns definiert sich übers Essen

Eine gesunde Ernährung ist immer mehr Menschen äußerst wichtig. (Andrey Kiselev - Fotolia.com)

Von diversen Social Media-Hypes bis zum Gezanke rund um den veganen Lebensstil - Wie wir uns ernähren, wird heute stärker thematisiert denn je. 10% würden sich sogar als "Foodies" bezeichnen.

Atmen, schlafen und manchmal am Klo sitzen, viel mehr unausweichliche Grundbedürfnisse hat der Mensch ja eigentlich nicht. Eines gibt es aber noch und das scheint uns alle unendlich zu faszinieren: Essen. Gerade die Entwicklung der sozialen Medien hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass wir tagtäglich mit unterschiedlichsten Dingen zum Thema Ernährung konfrontiert werden. Einige bezeichnen sich als Allesfresser, andere wiederum üben sich als Veganer im Verzicht und manch einer richtet seine Essensgewohnheiten gar an der Steinzeit aus.

Identitätsstifter Essen

Für welchen Ernährungsalltag wir uns entscheiden kann mitunter sogar identitätsstiftend sein. Dies hat nun eine Studie der Universität im deutschen Göttingen gezeigt. Demnach sind 10% der Befragten in unserem Nachbarland sogar regelrechte "Foodies". Dieser bereits seit den 80ern verwendete, aber bisher kaum etablierte Begriff bezeichnet Menschen, bei denen das Konsumieren hochqualitativer Lebensmittel als eine Art Hobby fungiert.

Boom der Veggie-Kultur

Anders als ein echter Gourmet sind bei einem "Foodie" nicht zwangsläufig Fachkenntnisse in Sachen Essen oder Trinken vorhanden, dennoch ist die Ernährung gewissermaßen Teil der Identität. Zu diesen Zahlen passt, dass immer mehr Menschen einer bestimmten Ernährung nachgehen. "Veggie"-Produkte, die je nach Definition vegan oder zumindest vegetarisch sind, werden nicht umsonst immer häufiger.

Auch Kochmuffel gibt’s

Mit einem Trend geht aber meist auch eine Gegenbewegung einher, nicht alle können mit ultrabewusster Ernährung etwas anfangen. Bei der Umfrage definierten sich immerhin 19% als Ernährungsfunktionalisten, 16% konnten sich mit der Bezeichnung Kochmuffel anfreunden und weitere 15% sind lediglich Gewohnheitsköche. Dem gegenüber stehen aber neben dem "Foodie"-Anteil von 10% auch noch 19% "Light-Foodies", denen Essen bereits ziemlich wichtig ist. 20% bezeichnen sich außerdem als Ernährungsinteressierte, wobei deren Unterschied zu den "Foodies" nicht genauer definiert wird.

Einfluss vorhanden

Inwiefern man mit dieser Entwicklung mitgehen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Klar ist aber, dass es nicht schaden kann, sich zumindest ein paar Gedanken über seine Ernährung zu machen. Was wir tagtäglich zu uns nehmen, kann wesentlich mehr beeinflussen als nur unser Gewicht. Oft können schon kleine Tricks genügen, um den Alltag gesünder zu gestalten.

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