Welche Fettsäuren vor Diabetes schützen

Welche Fettsäuren vor Diabetes schützen: Öl
FAHFA Fettsäuren könnten bald in die Liste der gesundheitsfördernden Fette aufgenommen werden. (Dušan Zidar - Fotolia.com)
Lange war die Devise: Fett macht fett, und das macht krank. Das stimmt nur bedingt. US-Amerikanische Forscher fanden nun heraus, dass ein bestimmtes Fettmolekül sogar vor Diabetes schützen kann.

Normalerweise gelten hohe Blutfettwerte als Risikofaktor für Diabetes Typ 2. Die Konzentration der sog. FAHFA-Moleküle im Blut ist bei Typ-2 Diabetikern im Vergleich zu gesunden Menschen jedoch niedriger. Wissenschafter fragten sich daher, ob zwischen der FAHFA-Konzentration und dem Risiko, an Diabetes Typ2 zu erkranken, ein Zusammenhang besteht. Eine Studie mit Diabetes-Mäuse zeigte, dass eine Verabreichung von FAHFA-Molekülen den Blutzuckerspiegel positiv beeinflusste. Die Forscher hoffen nun, dass dieses Ergebnis zu einer verbesserten Diabetesbehandlung führen könnte.

Durch Fettsäuren zu einem niedrigeren Blutzuckerspiegel

In der US-amerikanischen Studie wurden Mäuse so genetisch verändert, dass sie eine Erkrankung entwickelten, die des Diabetes Typ 2 im Menschen entspricht. Anschließend erhielten die Mäuse sog. FAHFA-Moleküle (fatty acid hydoxy fatty acids). Dadurch zeigten sich folgende gesundheitsförderliche Veränderungen:

  • Senkung des Blutzuckerspiegels
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Verbesserte Insulinproduktion

FAHFA nicht über Ernährung aufnehmenbar

Früher galten Fette als Hauptverursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine ausnahmslos fettarme Ernährung gilt heute nicht mehr als optimale Voraussetzung, um Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall vorzubeugen. Omega-3 Fettsäuren etwa, die in manchen Fischen, Rapsöl, Leinöl und Walnussöl zu finden sind, haben einen positiven Einfluss auf Cholesterinwerte und Blutdruck.

Auch FAHFA Fettsäuren könnten nun die Liste der gesundheitsfördernden Fette erweitern. Doch anders als Omega-3 Fettsäuren, werden FAHFA im Körper selbst produziert. Eine mögliche Aufnahme über die Nahrung ist daher bislang nicht bekannt.

Quellen

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