Trotz Kurzsichtigkeit: Fernsehen ohne Brille

Fernsehen ohne Brille: Mann und Frau halten Fernbedienung
Scharfes Fernsehen oder SMSen ohne Brille mit spezieller Technologie. (pix4U - Fotolia.com)
US-Amerikanische Forscher haben einen Bildschirm entwickelt, der Sehschwächen ausgleichen kann und konventionelle Sehhilfen damit überflüssig macht.

Wer schlecht sieht und auf einen Bildschirm blickt, braucht dann keine Brille mehr. Die entwickelten Bildschirme sind in der Lage Seh-Funktionen bei kurz- oder weitsichtigen Menschen zu übernehmen und den Alltag somit zu erleichtern. Diese Technologie ist nicht nur auf Computerbildschirme anwendbar, sondern auch auf sämtliche Displays wie Fernseher, Handy und Tablet. Der Nutzen ist klar: Keine störenden Kontaktlinsen oder Brille auf der Nase, während Sie Ihre Lieblingsfolge sehen.

Smarte Displays als Sehhilfe? Klingt magisch, ist es aber nicht

Das Ganze funktioniert so: Hinter der Display-Oberfläche befinden sich 2 Schichten, die durch eine Schablone voneinander getrennt sind. Auf dieser Schablone befinden sich unzählige kleine Löcher, von denen jedes einem Pixel entspricht. Ein Programm berechnet anhand eins speziellen Algorithmus, wieviel Licht jedes dieser Löcher - in Abhängigkeit der vorliegenden Sehschwäche - in beide Richtungen durchlässt. Einzelne Pixel erscheinen dadurch unterschiedlich scharf, erzeugen aber aufgrund der vorliegenden Sehschwäche letztlich klare Bilder.

Die Funktionsweise ähnelt damit jenen 3D-Technologien, die ohne Spezialbrillen funktionieren. Mit dem Unterschied, dass nicht beide Augen mit jeweils unterschiedlichen Bildern versorgt werden, sondern einzelne Bereiche der Pupillen.

Menschen mit häufig auftretenden Sehfehlern, wie etwa Weitsichtigkeit oder Kurzsichtigkeit, können beim Betrachten diverser Displays also bald auf Brille oder Kontaktlinsen verzichten. Die Forscher arbeiten zudem daran, komplexere Sehfehler, wie z.B. Hornhautverkrümmungen mit dieser Technik zukünftig ebenso ausgleichen zu können.

Einen kleinen Nachteil gibt es jedoch: Die erwähnten, teils unscharfen Pixel schlagen sich negativ auf die Gesamtauflösung nieder. Da die Technik sich in diesem Bereich aber ständig weiterentwickelt, dürften die Vorteile überwiegen.

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  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Julia Wild, Elisabeth Mondl
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