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Facebook frisst mehr Zeit als gedacht

Jugendliche gelten als besonders gefährdet, der Internetsucht zu verfallen. (Syda Productions - Fotolia.com)

Wir wollten doch nur ganz kurz noch etwas nachsehen und plötzlich sind 30 Minuten vergangen. Facebook-User können dieses Phänomen wohl relativ oft an sich beobachten.

Sich eine westliche Welt ohne Internet vorzustellen ist heutzutage fast schon unmöglich geworden. Für viele Menschen ist beinahe der komplette Tagesablauf eng verwoben mit den Möglichkeiten des World Wide Web. Vom ersten Abrufen der Mails am Morgen bis hin zur letzten WhatsApp-Nachricht vor dem Schlafengehen sind wir praktisch ständig in irgendeiner Form online. Nahezu berüchtigt ist jenes Phänomen, wobei man sich im Internet regelrecht selbst vergisst und kopflos durch Seiten scrollt.

Wie lange war das jetzt?

Forscher an der Universität von Kent in Großbritannien haben sich dieser spannenden Materie angenommen und Interessantes zutage gefördert. Demnach realisieren wir gar nicht, wie viel Zeit wir eigentlich im Internet, insbesondere auf Facebook verbringen. Den erwachsenen Studienteilnehmern wurden verschiedene Bilder unterschiedlich lange gezeigt. Im Anschluss mussten sie raten, was sie wie lange zu sehen bekamen.

Gar nicht so kurz

Bilder, die mit Facebook oder Internetkonsum im Allgemeinen zusammenhingen, wurden auffällig falsch eingeschätzt. Die Teilnehmer gingen in diesen Fällen immer von einer kürzeren Anzeigedauer aus als dies tatsächlich der Fall war. Zusammengefasst: Wir sind meistens viel länger auf Facebook als wir eigentlich glauben. Wenn wir das nächste Mal "nur kurz ein paar Sachen checken" lohnen sich also vielleicht einmal vergleichende Blicke auf die Uhr. Denn aus "ganz kurz" wird sehr schnell ein "relativ lang".

Achtung vor der Sucht

Sofern wir alle wichtigen Vorhaben im Alltag unterbringen, könnte uns das eigentlich recht egal sein. Wenn so viel Zeit scheinbar überschüssig ist, kann sie schließlich problemlos beim Facebook-Fenster hinausgeworfen werden. Aus gesundheitlicher Sicht ist die Sachlage dennoch nicht ganz unkompliziert. Denn insbesondere bei jungen Menschen hat das Phänomen Internet-Sucht an Relevanz gewonnen, psychische Probleme sind oft die Folge.

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