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App Eye to Ear: Kunst anders erleben

Eine neue App ermöglicht Sehschwachen ein ganz spezielles Kunsterlebnis. (Eye to Ear/ Katharina Götzendorfer & Verena Blöchl)

Speziell für blinde und sehbehinderte Menschen wurde eine App entwickelt, die einen unabhängigen Kunstgenuss möglich macht. Das neue Soundkonzept zur aktuellen Georgia O´Keeffe Ausstellung im Wiener Band Austria Kunstforum wird aber auch von den übrigen Museumsbesuchern für einen experimentellen Zugang zu den Kunstwerken genützt.

Um zweidimensionale Kunstwerke für zirka 3000 Blinde und 318.000 sehbehinderte Menschen in Österreich darzustellen, wurde ein eigenes Soundmuster entwickelt, das mit gesprochenen Bildbeschreibungen gekoppelt wird.

Töne sehen und Farben hören

Die Verbindung von Texten und Klängen ermöglicht dem Benützer mithilfe des iPads einzelne Zonen eines Kunstwerkes akustisch zu erforschen, unterstützt von einer detaillierten Bildbeschreibung. Somit bietet die App "Eye to Ear", die für Apples iPads verfügbar ist, ein vollkommen neues selbstbestimmtes Kunsterlebnis - im Vergleich zu existierenden Kunstvermittlungstools wie Tastfolien und Tastreliefen.

Bilder machen Stimmung

 "Jeder Bildbereich ist mit verschiedenen Klängen hinterlegt, sobald der Benützer über eine bestimmte Stelle des Bildes streichen. Durch den Sound entsteht ein eigenes Bild, eine eigene Stimmung im Kopf. Weiters gibt es eine Schlagwortebene und eine detaillierte Bildbeschreibung“, erklärt Verena Blöchl, Designerin und Absolventin der Universität für angewandte Kunst in Wien, die gemeinsam mit Katharina Götzendorfer das Konzept für die App erstellt hat.

Die App "Eye to Ear" ist für Apples iPad (iOS) verfügbar und wurde von NOUS Wissensmanagement, einem international führenden Anbieter für digitale Kommunikation, Medienguides und Apps entwickelt. Der Prototyp soll künftig auch bei anderen Ausstellungen zum Einsatz kommen.

Quellen

  • Pressekonferenz "App Eye to Ear ermöglicht Kunstvermittlung für blinde und sehbehinderte Menschen", Bank Austria Kunstforum, Wien