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Voller Nährstoffe: Essbare Blüten

Blumenwiese mit Blüten
Manche Blüten sind sehr gesund und kommen auch in der Küche zum Einsatz (Stefan Körber - Fotolia.com)

Ob Lavendel, Rosen, Veilchen oder Gänseblümchen: Viele Blüten sind nicht nur genießbar, sondern sogar sehr gesund und ein kulinarischer Hochgenuss. Wir stellen vor, wie Blüten am besten in der Küche verwendet werden!

Bereits bei den Griechen und Römern wurden Blüten verzehrt und zur Unterstützung der Gesundheit eingesetzt. Die Naturheilkundevorreiterin Hildegard von Bingen verwies ebenfalls auf die Wirkung von Blüten auf die Gesundheit. Zurecht: Ähnlich wie Kräuter haben Blüten eine sehr hohe Nährstoffdichte. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe tragen zu der Deckung des Bedarfs bei.

Welche Blüten kann ich essen?

Viele Blüten sind essbar, die eigentlich Ziergewächse sind. Am besten werden die Blüten natürlich im eigenen Garten geerntet. Dort sind sie garantiert frei von Spritzmitteln. Spezialisierte Märkte verkaufen aber ebenfalls ungespritzte Blüten. Ein Trend, der hoffentlich noch weiter geht!

Diese Blüten können gegessen werden:

  • Rosen
  • Vogelmiere
  • Huflattich
  • Veilchen
  • Vergissmeinnicht
  • Ringelblumen
  • Salbeiblüten
  • Schnittlauchblüten
  • Kapuzinerkresse
  • Löwenzahn

Blüten im Salat

Blüten können jeden Salat verfeinern. Dazu am besten den Salat wie gewohnt zubereiten und die Blüten erst nach dem Marinieren auflegen. So bleiben sie in ihrer Form stabil und schmücken die Speise optisch. Besonders lecker schmecken Blütensalate kombiniert mit Wildkräutern. Das Auge isst mit! Spezialisierte Restaurants servieren manchmal auch Salate, die ausschließlich aus Blüten bestehen.

Blüten in Smoothies

Selbstgemachte Smoothies aus Obst und Gemüse sind ohnehin schon gesund. Mit Blüten bekommen sie das "gewisse Etwas"! Fügen Sie die Blüten Ihrem Lieblings-Smoothie-Rezept hinzu und schmecken Sie den Unterschied.

Blüten in Gelees

Blüten können ähnlich wie Obst zu einer Marmelade verarbeitet werden, dem sogenannten "Blütengelee".

Rezept für ein Löwenzahlgelee:

  • 600 Gramm Löwenzahnblüten (ungespritzt)
  • 3,6 Liter Gelierzucker
  • 3 Liter Wasser
  • Saft von 2 Bio-Zitronen

Löwenzahnblüten im Wasser kurz kochen und 1-3 Stunden ziehen lassen. Die Blüten herausseihen. Blütenwasser mit Zitronensaft und Zucker aufkochen lassen, 5 Minuten kochen. In saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

Getrocknete Blüten

Blüten können wie Kräuter getrocknet, zerrieben und zum Würzen von Speisen verwendet werden. Das bekannteste Beispiel ist wohl der Lavendel, der häufig in "Kräuter der Provence"-Mischungen zum Einsatz kommt. Aber auch andere Blüten können ähnlich aufbewahrt werden. So stehen "Blütenkräuter" das ganze Jahr zu Verfügung und können auch dann noch gegessen werden, wenn Ihr schöner Blumengarten gerade Winterschlaf macht.

Vorsicht giftige Blüten!

Viele Blüten können völlig bedenkenlos verzehrt werden. Aber auch harmlos aussehende Gewächse könnten giftig sein. Die Hortensie oder der Blaue Eishut etwa sind in Europa heimisch und zählen zu den giftigsten Pflanzen überhaupt. Vor einer Blüten-Ernte sollten Sie sich deshalb genau informieren, um welche Blüte es sich handelt und ob diese essbar ist.

Quellen

  • Gesund mit essbaren Blüten, I. Dalichow, Herbig Verlag, München, 2013

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