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Teures Essen, schlechtere Ernährung?

Mann hält Mini-Einkaufswagen
(Piotr Marcinski - Fotolia.com)

Australische Wissenschafter sind aufgrund steigender Preise für Lebensmittel beunruhigt. Um Geld zu sparen, würden Menschen gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse durch ungesunde ersetzen.

Die Monash University in Melburne hat 2007 einen exemplarischen Korb mit gesunden Nahrungsmitteln zusammengestellt, die ein durchschnittlicher Single, ein Paar oder eine Familie im Monate verbraucht. Dadurch wird ein direkter Preis-Vergleich in den kommenden Jahren möglich. Manche Lebensmittel werden teurer, andere bleiben gleich: Der Korb-Ansatz ermöglich dennoch die Ermittlung eines Durchschnittswerts. Das Ergebnis: Seit 2012 ist es in Australien um 46 Euro pro Monat teurer geworden, eine 4-köpfige Familie zu ernähren. Steigende Preise könnten vor allem bei finanziell schwächeren Familien zu einem vermehrten Fast-Food-Verzehr führen.

Steuer-Wirkung auf die Gesundheit

Derzeit denkt die australische Regierung darüber nach, eine Konsumentensteuer auf frische Lebensmittel einzuführen. Laut der Berechnung der Monash University würde dadurch der gesunde Essenskorb mit einem Schlag um 63 mehr pro Monat kosten - unabhängig von den ohnehin steigenden Lebensmittelpreisen. Gerade frisches Essen wie Gemüse und Obst wäre dadurch für viele schwer finanzierbar.

Einkommensschwache Menschen von Steuer betroffen

Das würde vor allem jene Menschen treffen, die aufgrund eines begrenzten Einkommens ohnehin schon bei Essens-Ausgaben sparen müssen. Sie wären durch eine Versteuerung frischer Nahrung vermehrt gefährdet, an Übergewicht und Diabetes zu erkranken. Bereits jetzt besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Einkommen und Gesundheitszustand: Wer mehr verdient, hat eine höhere Lebenserwartung und einen gesünderen Lebensstil. Wird es teurer, sich für gute Nahrungsmittel zu entscheiden, könnte dieser Unterschied noch verschärft werden.

Quellen

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