Tipps für entspanntes Fliegen

Entspannt fliegen: Zwei Mädchen sitzend lesen im Flugzeug
Ein spannendes Buch oder gute Musik lassen Flugstunden schneller vergehen. (CandyBox Images-Fotolia.com)
Noch einige Stunden Flug, dann ist das ersehnte Urlaubsziel erreicht! Was Sie beachten sollten, um fit anzukommen, verraten die folgenden 6 Tipps.

Langstreckenflüge verlangen manchmal einiges ab und stellen das Immunsystem mitunter auf eine harte Probe: Stundenlang in enge Sitze gepresst, wenig Bewegung, kalte Luft durch Klimaanlagen und ein Sitznachbar, den ein Schnupfen oder Husten erwischt hat und der die Viren gleichmäßig im Flieger verteilt - wie Sie trotz mancher Widrigkeit ausgeruht und gesund an Ihrem Urlaubsort ankommen, erfahren Sie hier:

Tipp 1: Fliegen erlaubt? Lieber vorher noch zum Arzt!

Vor allem ältere Menschen bzw. chronisch Kranke sollten vor einer geplanten Reise mit Ihrem Arzt reden, z.B. bei Erkrankungen…

Schwangere in den letzten 4 Wochen vor der Geburt bzw. Frauen mit einer Risikoschwangerschaft sollten nicht mehr fliegen.

Tipp 2: Kaugummi kauen gegen Ohrendruck

Hat das Flugzeug die optimale Flughöhe erreicht, bewegt es sich in zirka 10.000 Meter Höhe, der Luftdruck ist dort sehr gering. Der Flieger fungiert daher vom Start weg als ausgleichende Druckkabine. Spürbar wird das in den Ohren: im Mittelohr entsteht ein Druckgefühl, das sich durch Gähnen oder Kaugummi kauen ausgleichen lässt. Auch folgender "Tauchertrick" sorgt wieder für freie Ohren: Tief einatmen, die Nase zuhalten und den Mund schließen. Dann durch die verschlossene Nase vorsichtig Luft pressen. Der Druck, der im Rachenraum entsteht, macht die Ohren wieder frei und bläht auch Backen auf. Kleine Kinder und Säuglinge sollten während des Starts trinken, durch die Schluckbewegung bleiben die Ohren offen.

Tipp 3: Viel trinken gegen trockene Luft

Als Faustregel gilt ein ¼ Liter alkoholfreie Flüssigkeit pro Flugstunde. Wird die Luft im Flieger durch die Klimaanlage trockener, hat das auch Auswirkungen auf die Schleimhäute: Sie werden anfälliger für Viren und Bakterien, die Schnupfen, Husten oder Heiserkeit auslösen. Schwächen sie das Immunsystem und wird dann die Körperabwehr noch mit fremden Krankheitserregern am Urlaubsort konfrontiert, können Magen-Darmerkrankungen oder Grippe ähnliche Symptome die ersten Ferientage vermiesen. Genügend Flüssigkeit, Vitamin C, regelmäßiges Händewaschen und ausgiebige Erholung nach der Landung unterstützen das körpereigene Abwehrsystem.
Nicht nur die Atemwege werden trockener, Empfindliche sind auch von trockenen Augen und Hautspannen betroffen. Hier helfen Augentropfen bzw. Cremen.

Tipp 4: Gegen Abkühlung wappnen

Draußen ist es heiß, im Flugzeug eher kalt: Eine Jacke im Handgepäck schützt bei Bedarf gegen Zugluft, auch im Hotelzimmer die Klimaanlage lieber einige Kühlstufe runterregeln bis sich der Organismus an die veränderten Klimaverhältnisse gewöhnt hat.

Tipp 5: Bewegung für die Venen

Langes Sitzen mit abgewinkelten Beinen, kaum Bewegungsfreiheit, trockene Luft und leichter Sauerstoffmangel - all diese Faktoren bedeuten Stress für das Gefäßsystem, besonders für die (Bein)Venen. Kommen dann noch Risikofaktoren wie starkes Übergewicht oder Vorerkrankungen dazu, begünstigt das die Entstehung von Blutgerinnseln (Thrombosen), die im schlimmsten Fall zu einer Lungenembolie (Blutgerinnsel in der Lunge) führen können. Besonders Thrombose gefährdet sind Reisende…

  • …über 50 Jahre (besonders Frauen)
  • …mit bestehenden Venenerkrankungen wie Krampfadern
  • …die zum Anschwellen der Knöcheln neigen
  • …mit Überwicht
  • …die eine Herzinsuffizienz aufweisen
  • …die die "Pille" einnehmen in Kombination mit anderen Risikofaktoren

Den Gefäßen zuliebe ist es wichtig, viel zu trinken (kein Alkohol!), für Bewegung zu sorgen (immer wieder aufstehen, im Sitzen Beine hochheben und die Füße auf- und ab bewegen) und keine Schlaf- bzw. Beruhigungsmittel zu nehmen. Wer zu Krampfadern neigt, sollte nur mit Stützstrümpfen fliegen. Personen mit hohem Thromboserisiko in ärztlicher Behandlung müssen Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, zur Selbstinjektion verwenden.

Tipp 6: Mal richtig abschalten

Jetlag, die Klimaumstellung und ungewohntes Essen - der Körper braucht oft einige Tage, bis er mit hohen Temperaturen und starker Luftfeuchtigkeit umgehen kann, in dieser Zeit sollte man große Anstrengung vermeiden. Durch das viele Schwitzen verliert er viel Flüssigkeit und Mineralstoffe, viel Trinken und Salzzufuhr sind wichtig. Die Zeitverschiebung in fernen Ländern wirkt sich nicht nur auf den Schlaf-Wachrhythmus aus (Jetlag), sondern auch auf die Verdauungsorgane. Was bei der Umstellung hilft, ist möglichst schnell den Rhythmus vor Ort anzunehmen.

Quellen