gesund.at - Neuigkeiten

Britin: Alkoholiker-Leber wegen Sucht nach Energydrinks

Der Konsum von bis zu 20 Energydrink-Dosen pro Tag hat einer jungen Britin große Probleme beschert. (fotofabrika - Fotolia.com)

In Großbritannien sorgt derzeit eine junge Frau unfreiwillig für verblüffende Schlagzeilen. Sie ist aufgrund eines jahrelangen, exzessiven Energydrink-Konsums von starken Leberproblemen betroffen.

Seit ihrer Markteinführung haben Energydrinks weltweit unfassbar großen Erfolg verzeichnen können. Die Kombination aus Koffein und Zucker ruft aber immer wieder auch Kritiker auf den Plan, die die möglichen Folgen anprangern. Bluthochdruck, Übelkeit und Herzrasen können durch den Überschuss an Energie ausgelöst werden. Wie die Organe darunter leiden, belegt nun die Krankengeschichte einer jungen Britin.

20 Dosen am Tag

Mary Allwood ist 26 Jahre alt und hat gerade einen intensiven Entzug hinter sich. Bis vor kurzem war sie von Energydrinks abhängig, bis zu 20 Dosen konsumierte sie pro Tag. Dadurch nahm sie den Zuckergehalt von 17 Schokoriegeln und den Koffeingehalt von 16 Tassen Kaffee auf. Dieser exzessive Konsum ging 4 Jahre lang mehr oder weniger gut.

Leber viel zu groß

Vergangenen November wurde die Frau aber mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde festgestellt, dass ihre Leber doppelt so groß war wie sie hätte sein sollen. Wegen der Größe des Schadens waren die Ärzte sogar überzeugt, Allwood sei eine Alkoholikerin. Durch das Ablegen der Sucht ist die Leber mittlerweile wieder auf die normale Größe geschrumpft, die Britin hat außerdem stark abgenommen.

Alkohol nicht einziges Risiko

Wenngleich Energydrink-Sucht ein noch recht unerforschtes Thema darstellt, ist ernährungsbedingter Leberschaden leider keine Ausnahme. Denn entgegen geläufiger Annahmen ist Alkohol keineswegs das einzige Risiko für das innere Organ. Wenn über Jahre hinweg zu viel Fett in die Leber gelangt, kann diese irreparable Schäden erleiden. Schätzungen zufolge ist jedes fünfte Leberproblem darauf zurückzuführen, dass die Betroffenen einfach zu viel essen.

  • Autor
  • Erstellungsdatum

Quellen

Mehr zum Thema