Energy Drinks sind ungesünder als Kaffee

Energy Drinks sind ungesünder als Kaffee: Viele Energy-Drink dosen stehen eng nebeneinander und sind von oben zu sehen
Energy Drinks enthalten neben viel Koffein auch Taurin und B-Vitamine. (beermedia.de - Fotolia.com)
Energy Drinks versprechen Sportlichkeit, Spaß und endlose Energie. Aufgrund solcher Versprechen steigt der Konsum stetig, auch bei jungen Menschen. Schädlichen Auswirkungen, vor allem bei Kindern, sind jedoch die Realität.

Eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass vor allem der extrem hohe Koffeingehalt eine Gefahr darstellt und nicht vergleichbar mit der Koffeinkonzentration in Kaffee ist.Erwachsene vertragen Koffein in angemessenen Mengen, doch bei Kindern wirkt es erwiesenermaßen gesundheitsschädlich. Besonders in Kombination mit Alkohol sind die Auswirkungen teils fatal. Zudem beinhalten Energy Drinks neben Koffein mehrere andere Wirkstoffe, die unzureichend erforscht sind. Erste EU Länder haben auf die Gefahren in Energy Drinks bereits mit einer Gesetztes Änderung reagiert.

Koffein macht Alkohol gefährlicher

Energy Drinks alleine sind schon nicht besonders gesund. Extrem hohe Mengen Koffein können zu Bluthochdruck, Übelkeit, Herzrasen und sogar Herzversagen führen. Wegen ihrem hohen Zuckergehalt können Energy Drinks laut Forschern zu der Übergewichts-Epidemie beitragen und die Entstehung von Karies fördern.

Doch akut gefährlich werden Energy Drinks vor allem in Kombination mit Alkohol. Dabei spielt nicht nur die direkte Wirkung auf den Körper eine Rolle, sondern auch die Selbsteinschätzung während dem Konsum. Aufgeputscht durch Koffein und Co., ist es schwieriger, abzuschätzen, welche Wirkung der Alkohol auf den Körper nimmt. So trinkt man mehr, und fährt im schlimmsten Fall danach noch Auto, da man sich dank Koffein "wach genug" fühlt. Laut Studie konsumieren 70 % der 18- bis 29-Jährigen Energy Drinks mit Alkohol.

Taurin, Vitamin B und Co. nicht genügend untersucht

Einige Energy Drink Anbieter werben mit "noch mehr Koffein" und erreichen damit neue "Höhen". Währen eine Tasse Kaffee etwa 50 bis 150 mg Koffein beinhaltet, Hat die selbe Menge manches Energy Drinks über 300 mg, wobei es große Unterschiede zwischen verschiedenen Marken und Sorten gibt. Doch Kaffee ist nicht nur wegen dem oft geringeren Koffeingehalt ungefährlicher, sondern auch, weil er ausschließlich Koffein als Aufputschmittel enthält. Energy Drinks dahingegen enthalten eine Wirkstoffkombination, beispielsweise aus Koffein, Taurin und einem B-Vitamin-Komplex. Die WHO-Forscher betonen, dass es nicht ausreicht, sich die Mengen der einzelnen Wirkstoffe anzusehen. Vielmehr sind ihre Wechselwirkungen absolut unzureichend untersucht.

Regulierung durch EU-Länder

Erste EU-Länder reagierten bereits auf die Gefahr, die in der Studie beschrieben wird. In England müssen Energy Drinks sich mit einem Label als "hoch Koffein-hältig" ausweisen, und vom Konsum wird jungen Menschen, sowie Schwangeren und stillenden Frauen, abgeraten. Litauen wählte einen extremeren Weg: Dort ist der Verkauf von Energy Drinks an Minderjährige ganz verboten.

Quellen

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