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So fördert Einsamkeit unsere Schlafprobleme

Einsamkeit kann auf lange Sicht Schlaflosigkeit fördern. (Focus Pocus LTD - Fotolia.com)

Sich alleine auf der Welt zu fühlen kann auf Dauer unser Wohlbefinden drastisch beeinträchtigen. Womöglich entsteht sogar ein Teufelskreis, denn Einsamkeit soll Schlafprobleme fördern.

Einsamkeit ist langfristig regelrechtes Gift für unsere Seele. Um das Gefühl, keinen Menschen zu haben, der einem die Alltagssorgen zumindest ein wenig abnimmt, muss niemand beneidet werden. Meistens wird Einsamkeit eher mit älteren Leuten in Verbindung gebracht, doch immer häufiger sind auch junge Menschen betroffen. Aktuellen Erhebungen zufolge fühlt sich ein höherer Anteil der 18- bis 34jährigen einsam als dies bei Personen über 55 der Fall ist.

Einsame schlafen schlecht

In diesem Zusammenhang sorgt auch eine neue Studie für Aufsehen. Ihrzufolge kann Einsamkeit gerade bei jungen Menschen zu Schlafproblemen führen. Untersucht wurden insgesamt 2.000 US-amerikanische 18- und 19jährige, die Fragen zu ihrem sozialen Status sowie der Qualität ihres Schlafes beantworten mussten. Versuchsteilnehmer, die sich als einsam bezeichneten, zeigten dabei ein um 10% höheres Risiko, von Schlafproblemen betroffen zu sein.

Übeltäter Stresshormon?

Verlässliche Angaben zum Grund für diesen Zusammenhang können keine getätigt werden, Theorien gibt es aber dennoch. Eine bezieht sich auf das Stresshormon Cortisol, das bei Einsamkeit stärker ausgeschüttet wird und in weiterer Folge den Schlaf stören könnte. Denkbar ist auch, dass Einsamkeit bereits bestehende psychische Probleme stärker zum Vorschein bringt.

Teufelskreis brechen

In jedem Fall ist es nicht schwer, sich einen Teufelskreis vorzustellen. So könnte Einsamkeit Schlafprobleme fördern, während die dadurch entstehende Müdigkeit soziale Interaktion erschwert. Diesem Dilemma zu entkommen ist nicht immer einfach, Offenheit gegenüber anderen Menschen ist aber ein erster Schritt. Wird dies durch tieferliegende psychische Probleme erschwert bzw. vielleicht sogar vollständig verhindert, kann auch professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie sinnvoll sein.

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