Ebola-Warnung durch WHO

Sondergipfel Anfang Juli

Conakry/Monrovia/Freetown - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem Übergreifen der Ebola-Epidemie in Westafrika auf weitere Staaten gewarnt. WHO-Direktor für Afrika: "Es handelt sich nicht mehr um einen landesspezifischen Ausbruch".

Seine Behörde sei tief besorgt wegen der Verbreitung über Ländergrenzen hinweg und "die Möglichkeit einer weiteren internationalen Ausbreitung", erklärte Sambo. Die Gegenmaßnahmen müssten dringend verstärkt werden. Angesichts der Krise setzte die WHO für den 2. und 3. Juli einen Sondergipfel in Ghana mit den Gesundheitsministern aus elf Staaten an.

Die Ebola-Epidemie in Guinea, Sierra Leone und Liberia ist die schwerste seit dem ersten bekannten Auftreten der Krankheit 1976. Die WHO gibt die Zahl der Toten mit 399 an. Am Montag erklärte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF), die Epidemie sei außer Kontrolle. Die Krankheit tritt zum ersten Mal in Westafrika auf. Experten zufolge machen die Menschen dort die Gesundheitsbehörden für den Ausbruch von Ebola verantwortlich und begegnen ihnen mit Misstrauen.

Die Todeswahrscheinlichkeit bei Ebola liegt je nach Erregerstamm bei bis zu 90 Prozent. Die Kranken leiden an Durchfall, Erbrechen, hohem Fieber sowie inneren und äußeren Blutungen. Eine gezielte Therapie oder Impfung gibt es nicht. Betroffen war bisher insbesondere das Gebiet am Kongo, wo es 2012 zuletzt zu einem größeren Ausbruch kam.

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