Durchfall: Ursachen und Diagnose

Eiswürfel und Früchte
Krankheitserreger im Wasser bzw. in Obst aber auch verdorbene Lebensmittel können Durchfall verursachen. (Printemps - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Stress im Darm

Ob tatsächlich eine Durchfallerkrankung vorliegt, hängt - neben der Stuhlfrequenz - auch von der Konsistenz des Stuhls ab. Weicher, breiiger oder flüssiger Stuhl ist meist ein Anzeichen einer Durchfallerkrankung.

Kommen Bauchschmerzen, Übelkeit oder Fieber hinzu, kann man von einer Erkrankung ausgehen. Durchfall kann daher verschiedene Ursachen haben, die häufigsten:

Gefahr des Austrocknens

Im Zuge einer Durchfallerkrankung scheidet der Körper übermäßig viel Flüssigkeit aus, in der Folge kann es zu einem Elektrolytverlust kommen. Das biochemische Gleichgewicht gerät aus der Balance, der Körper kann nicht mehr ausreichend mit Flüssigkeit und Mineralstoffen versorgt werden, vor allem für Kinder und ältere Menschen ist diese Situation bedrohlich. Der Körper kann im wahrsten Wortsinn "austrocknen", der Kreislauf versagen.

Diagnose von Durchfall

Die Diagnose "Durchfall" richtet sich daher auch wesentlich nach den Ursachen, die häufigem Stuhlgang zugrunde liegen.

Durchfall kann in 2 Formen auftreten

  • akuter und
  • chronischer Durchfall

Zu akutem Durchfall kommt es häufig infolge von Infektionen im Magen-Darmbereich. Durch bestimmte Erreger (z.B. E. coli) kommt es zu einer Reizung und in der Folge zu einer Entzündung der Darmschleimhaut. Bei akuten Durchfällen ist der Grund den Betroffenen meist bekannt, er reicht von Infektionen bis hin zum Genuss verdorbener Nahrungsmittel. Auch psychischer Druck ("Prüfungsangst") kann akute Durchfälle verursachen, die aber nur kurze Zeit dauern. Üblicherweise vergeht diese Erkrankung mit entsprechender Diät innerhalb von 14 Tagen bzw. sobald der psychische Druck vorbei ist.

Chronischer Durchfall

Chronischer Durchfall hingegen kann ein Leitsymptom von anderen Grunderkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Reizdarm) sein. Kommen ständige Symptome wie Blähungen, Fieber oder Gewichtsverlust hinzu, muss daher eine genaue ärztliche Untersuchung erfolgen. Der Arzt erhebt zunächst das Beschwerdebild, befragt Sie nach Schmerzen, Medikamenteneinnahme, Stuhlgang, Häufigkeit und Konsistenz des Stuhls, nach Lebensumständen und Ernährung.

Mögliche Ursachen einer Durchfallerkrankung können mithilfe einer endoskopischen Untersuchung (Koloskopie) abgeklärt werden. Dabei ist es nicht nur möglich, Veränderungen an der Darmschleimhaut zu diagnostizieren, sondern - wenn erforderlich - auch Gewebeproben (Biopsie) zu entnehmen. Die Entnahme einer Stuhl- oder Blutprobe kann Hinweise auf mögliche Erreger der Durchfallerkrankung geben.

Weiterführende Informationen

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik
  • Erstellungsdatum

Medizinischer Experte

Dr. Thomas Haas

Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie

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Quellen

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