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Dopen für den Job? - 5 Millionen Deutsche tun es!

Dopen für den Job?: Tabletten auf Tastatur
Jeder Zwölfte holt sich leistungssteigernde Tabletten ohne Rezept aus dem Internet. (Friedberg - Fotolia.com)

In Deutschland dopen sich fast 2 Millionen Berufstätige regelmäßig für ihren Job. Um mit Druck und Stress im Arbeitsalltag besser umgehen zu können, nehmen sie Amphetamine, Antidepressiva oder Beta-Blocker zu sich.

Der aktuelle DAK-Gesundheitsreport bringt es ans Licht: 5 Millionen haben sich schon gedopt, 1,9 Millionen machen es sogar regelmäßig. Zu viel, zu schnell abarbeiten - Gerade vor Präsentationen sind viele Deutsche besonders bereit zu leistungssteigernden (und eigentlich rezeptpflichtigen) Pillen zu greifen. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen dem Geschlecht: Männer wollen mit Aufputschmittel schneller berufliche Ziele erreichen ohne Einschränkung von Freizeit-Aktivitäten, während Frauen mit Beruhigungsmitteln ihre Leistung steigern und dabei emotional stabil bleiben wollen.

Beweggründe beim Arbeitsplatz-Doping

Vor allem Beschäftigte mit Kundenkontakt nehmen Stimmungsaufheller zu sich - jede 5. Frau soll sie regelmäßig konsumieren.

Das nehmen Betroffene zu sich:

  • 60,6 % - Medikamente gegen Angst, Nervosität und Unruhe
  • 23% - Medikamente gegen Depressionen
  • 11,1 % - Betablocker

Wie kommen Betroffene zu den Tabletten?

Tabletten, die die Leistung steigern sind rezeptpflichtig, haben sie doch eine Reihe von Nebenwirkungen. So kommen Betroffene trotzdem zu leistungssteigernden Pillen:

  • Rezept vom Arzt: jeder 2.
  • Tabletten von Freunden: jeder 7.
  • Ohne Rezept im Internet: jeder 12.

Druck in Arbeitswelt steigt - Ein Grund zu dopen?

Nebenwirkungen des Hirn-Dopings sind Persönlichkeitsveränderung, Abhängigkeit bis hin zum Verlust der Leistungsfähigkeit. Vor allem der letzte Punkt lässt aufhorchen: Verlust der Leistungsfähigkeit durch Leistungssteigerung? Der DAK-Report stellt klar: Der Versucht über Medikamente die Leistung in der Arbeit zu steigern, ist genauso wie im Sport ein Irrweg.

Die Anforderungen in der Arbeitswelt werden immer höher - Der DAK-Report gibt regelmäßig Einblick in die größten Probleme von arbeitenden Menschen.

Sport als Ausgleich

Sport nach einem anstrengenden Arbeitstag? Warum nicht, bewiesenermaßen hilft ausreichend Bewegung gegen Stress, Burnout und Depressionen. Die Muskeln werden mit reichlich Sauerstoff versorgt, der Kopf wird klarer und wir können uns besser auf unsere Arbeit konzentrieren. Hier geht’s zu den Motivationstipps für Sport nach Arbeit!

Quellen

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