Mit Disneyfiguren gegen Magersucht

Magersüchtige Disneyfiguren: Prinzessin Jasmine

Magersucht trifft immer Jüngere: Nicht nur Jugendliche und Erwachsene, auch Kinder sind mittlerweile davon betroffen. ( Saint Hoax)

Magersucht: Nicht essen, um abzunehmen. Der Künstler Saint Hoax möchte vor dieser Essstörung warnen, indem er bekannte Bilder von Disneyfiguren so verzerrt, sodass diese magersüchtig wirken.

"Schon 5-Jährige verweigern teilweise Essen, um dünner zu werden", so der Künstler. Aus diesem Grund hat Saint Hoax Disneyfiguren verändert. Das Resultat: Fahle, eingefallene Wangen statt rosigem Glanz, knochiger Körper statt Muskeln und Rundungen. Graphisch hat er Schneewittchen, Hercules und Ariel die Meerjungfrau so abgebildet, als hätten sie Magersucht mit krankhaftem Untergewicht. Der Künstler aus dem mittleren Osten möchte mit diesen Bildern verstärkt darauf aufmerksam machen, dass nicht nur Teenager und Erwachsene von Magersucht betroffen sind. Sogar vor Kindern macht die Krankheit keinen Halt.

Magersucht ist (k)ein Kinderspiel

Saint Hoax vermittelt durch seine Disneyfiguren, dass Magersucht nicht als Schönheitsideal gelten sollte und die Gesundheit massiv schädigt. Die Disney-Prinzessinnen und Prinzen wirken nicht mehr hübsch, vital und gesund, sondern nur noch krank. Dem Konzern Disney wird immer wieder vorgeworfen, durch seine übermäßig schlanken bzw. durchtrainierten Charaktere unrealistische Körperbilder an Kinder zu vermitteln. Die Aussage des Künstlers ist deutlich: Mit einer "guten Figur" hat Magersucht nichts mehr zu tun.

"Lass dich nicht von Magersucht auffressen"

Mit seinen erschreckenden Bildern wendet sich Saint Hoax nicht nur an Eltern, sondern direkt an Kinder selbst, die von Magersucht betroffen oder auf dem Weg in eine Essstörung sind. Durch die Disneyfiguren wird verdeutlicht, welche Altersgruppe der Künstler ansprechen möchte. Seine Botschaft an Kinder ist klar: "Lass dich nicht von Magersucht auffressen".

Quellen

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