Kleider zeigen Prostatakrebs am Laufsteg

Kleider zeigen Prostatakrebs am Laufsteg : Model am Laufsteig
Dieses Kleid von Descience macht wissenschaftliche Forschung für Laien verständlich. (Descience)
Wissenschaftliche Krebsforschung im Labor ist für Nicht-Ärzte häufig unverständlich. Ein Projekt der Manchester Universität veranschaulicht, wie Tumorzellen wachsen - mit einer Modeschau.

Diese entstand aus einer Kooperation zwischen einer Modedesignerin und der Krebsforscherin Dr. Ester Baena. Sie beschäftigt sich beruflich mit der Erforschung von Prostatakrebs, der zweithäufigsten Krebserkrankung bei Männern. Die Ergebnisse ihrer Forschung interessierten jedoch hauptsächlich andere Krebsforscher und Ärzte. Für Nicht-Wissenschafter und Menschen mit anderem Fachwissen sind die Details oft einfach zu kompliziert. Das Projekt "Descience" brachte Dr. Baena mit einer Modedesignerin zusammen. Gemeinsam entwickelten sie ein Konzept, in dem Krebsforschung auf dem Laufsteg erklärt wird.

Tumorwachstum erklärt am Laufsteg

Die Modedesignerin des Projekts, Arielle Gogh, drückte die Tumorentwicklung am Laufsteg durch Farben, Formen und Textilien aus. Je nach Tumor-Art wächst Prostatakrebs unterschiedlich schnell und aggressiv. Auch das umliegende Gewebe hat einen großen Einfluss auf die Krebsentwicklung. Die Erforschung der Krebsart ist wichtig, da so bessere, spezifischere Therapien möglich werden. Erkennt man gleich bei der Diagnose, wie aggressiv sich Prostatakrebs verbreiten wird, können gemeinsam mit dem Patienten Therapieoptionen erwogen werden. Dieser komplexe Sachverhalt wurde modisch so heruntergebrochen, dass ihn Models am Laufsteg durch kreative Kleidung ausdrücken können.

"Descience" will Wissenschaft zugänglicher machen

Das Projekt "Descience" möchte durch Mode am Laufsteg wissenschaftliche Forschung verständlich und zugänglich machen. Auch, wer keine wissenschaftlichen Magazine liest, soll so über die neuesten Forschungsprojekte informiert sein. Das Projekt von Arielle Gogh und Dr. Esther Baena zu Prostatakrebs ist nicht die einzige Modenschau, die Wissenschaft in Kleidung ausdrückt. Derzeit läuft auch eine Kooperation zu Meeresforschung und Experimenten an Fruchtfliegen.

Quellen

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