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"My depression looks like": Hashtag gegen Depressionen

Depressionen sollten kein Tabuthema mehr sein, mit einem Hashtag wird auf Twitter nun ein Zeichen gesetzt. (marima-design - Fotolia.com)

Während körperliche Probleme mitunter sogar ein beliebter Gesprächsinhalt sind, bleiben psychische Krankheiten ein Tabuthema. Mit einem Hashtag wollen Betroffene in sozialen Netzwerken auf Depressionen aufmerksam machen.

Es gibt wohl niemanden, der einem guten Freund bei starken körperlichen Schmerzen keinen Arztbesuch ans Herz legen würde. Werden hingegen seelische Probleme thematisiert, sind oft verharmlosende Sätze wie "Das wird schon wieder" zu hören. In den meisten Fällen verschwinden depressive Verstimmungen aber nicht einfach von selbst. Der Gang zu Psychiater oder Psychotherapeut ist für viele Menschen dennoch weiterhin ein Tabu.

Raus aus dem Versteck

Im Zeitalter des Internets setzen sich immer öfters Trends durch, bei denen Betroffene auf ihre Depressionen aufmerksam machen. Sie wollen ihre Krankheit nicht länger verstecken und sich für diese auch nicht schämen. Ganz nach diesem Motto taucht nun auf Twitter der Hashtag #Mydepressionlookslike regelmäßig auf. Die User versuchen in ihren Beiträgen aufzuzeigen, wie sich ihre Depressionen äußern.

Zeichen setzen

Einige dieser kleinen Erzählungen dürften wohl jedem unter die Haut gehen. So gesteht ein Benutzer, seine konkreten Selbstmordgedanken hinter Ironie zu verstecken. Ein anderer Nutzer wiederum berichtet, es aus emotionaler Erschöpfung heraus, manchmal nicht aus dem Bett zu schaffen. Seine Freunde würden dies als Faulheit fehlinterpretieren. Aktionen wie diese können Depressionen freilich nicht aus der Welt schaffen, setzen aber ein schönes Zeichen gegen die Tabuisierung.

Ausgewählte Tweets

Diese Nutzerin findet keine Worte, thematisiert aber das Tabu. (@u8alyssa - Twitter.com)

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