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Sonnenschutz: Creme oder Spray?

Frau cremt sich ein
Wer helle Haut hat, sollte beim Sonnenschutz einen hohen Lichtschutzfaktor wählen. (contrastwerkstatt - Fotolia.com)

Ob Sie lieber sprühen, eine Creme oder ein Fluid verwenden: Hauptsache, Sie versorgen Ihre Haut im Sommer reichlich mit Sonnenschutzmittel. Stiftung Warentest hat 19 Sonnenmittel mit LSF 30 getestet.

Vorweg: Auch billige Sonnenschutzmittel können optimal vor UVA- und UVB-Strahlung schützen, wie die Testsieger zeigen. Bei der Anwendung von Sprays raten Experten sich einzusprühen, das Mittel zu verteilen und nach wenigen Minuten ein zweites Mal nachzusprühen. Als Richtwert bei Cremen sollte z. B. ein 1,80 Meter großer Mann 3 Esslöffel Sonnenmilch auf dem Körper verteilen.

Video: Das macht die Sonne mit unserer (ungeschützten) Haut

Was können Sprays?

Die Sprays aus der Aerosoldose haben den Vorteil, dass sich der feine Sprühregen gleichmäßig über den Körper verteilt, sie kleben nicht und ziehen rasch ein. Dosen-Sprays sollten aber nicht stundenlang in der Hitze liegen, da sie unter Druck stehen. Wichtig bei der Anwendung: Das Mittel in die Hände sprühen und dann erst im Gesicht verteilen. Pumpflaschen sind umweltfreundlicher, es gibt auch Lotions mit feinem Sprühregen, bei manchen Produkten kann das Mittel allerdings mit "Klecksen" auf der Haut landen.

Dickflüssige Cremen für Kinder

Die eher dickflüssigen Cremen haben auch ihre Liebhaber, sie pflegen die Haut und vor allem Kinder können sie weder einatmen noch in Augen oder Mund sprühen.

Wirkdauer beachten

Lichtschutzfaktor 30 bedeutet, dass Sie 30 Mal länger in der Sonne bleiben können als ohne Sonnenschutz. Ausreizen sollten Sie diesen Richtwert aber nicht, denn es hängt auch von der Intensität der Sonne (Fernreise) oder vom Ort (Wassersport) ab, wie schnell die Haut auf die Strahlung reagiert. Bei besonders hell­häutigen Menschen und Kindern kann sich die ungeschützte Haut schon nach 5 bis 10 Minuten in der Sonne röten. Tragen Sie ein Sonnen­schutz­mittel mit Schutz­faktor 30 auf, verlängert sich diese Zeitspanne etwa um das 30-fache auf 150 bis 300 Minuten.

Wichtig ist daher, schon nach rund 2/3 der errechneten Schutz­zeit in den Schatten zu flüchten! Auch Nachcremen nützt nichts, es kann die errechnete Schutzzeit nicht verlängern, denn die Haut benötigt eindeutig eine "Verschnaufpause" von der Sonne.

Quellen

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