Wie Sie im Büro richtig sitzen: 5 Tipps

Wie Sie im Büro richtig sitzen: 5 Tipps
Die Wahl der richtigen Büromöbel kann Rückenschmerzen vermeiden. Wichtig ist es aber auch, gerade zu sitzen. (olly - Fotolia.com)
Falsche Sitzmöbel und eine schlechte Körperhaltung können langfristig der Rückengesundheit schaden. Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und im Schultergürtel sind besonders häufige Folgen von falschem Sitzverhalten im Büro.

Die Erkrankungsdauer bei Rückenschmerzen beträgt im Schnitt 2 bis 12 Wochen und sie kehren häufig wieder. 80 % der Bevölkerung sind mindestens einmal im Leben davon betroffen. Neben krankheitsbedingten Ursachen wie Bandscheibenleiden, Osteoporose oder rheumatischen Erkrankungen, liegen den Schmerzen auch häufig unspezifische Auslöser zugrunde. Eine falsche Belastung in der Arbeit und zu wenig Bewegung im Alltag sind z.B. Gründe für diese Art von Rückenschmerzen. Mit diesen 5 Tipps können Sie in der Arbeit optimal sitzen!

Tipp 1: Büromöbel sorgfältig wählen

Die richtigen Büromöbel, vor allem die Sitzgelegenheit, tragen entscheidend zu der Vermeidung und begleitenden Therapie von bereits bestehenden Rückenschmerzen bei. Hier sollte nicht an Geld gespart werden. Eine anfängliche Investition in die richtigen Möbel lohnt sich dank reduzierter Krankenstände allemal. Da jeder Mensch individuell gebaut ist, sollten Büros am besten eine Auswahl an Sitzmöglichkeiten zu Verfügung stellen, unter denen Angestellte frei wählen können. Fragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber nach.

Folgende Bürositze sollten für Büros erworben werden:

  • Bürosessel, die die gesamte Wirbelsäule und die Arme stützen, ausreichend gepolstert und höhenverstellbar sind
  • Sitzbälle
  • Stehsitze (mit entsprechendem Tisch)
  • Kniesessel
  • Möglichst aufrecht sitzen
  • Nicht nur im vorderen Bereich der Sitzfläche, sondern mit dem vollen Rücken an der Lehne (falls vorhanden)
  • Arme aufstützen, z.B. auf Lehne oder Schreibtisch
  • Sitzgelegenheit auf Körpergröße anpassen
  • Beine nicht übereinander schlagen; am besten im 90-Grad-Winkel aufstellen
  • Kopf nicht nach vorne schieben
  • Schultern bewusst fallen lassen, nicht hochziehen
  • Erinnerung zur Verbesserung der Körperhaltung in den Arbeitsalltag einbauen, z.B. nach jeder Pause, mit Klebe-Zettel am PC, zu jeder vollen Stunde etc.

Tipp 2: Richtige Sitzposition einnehmen

So sitzen Sie im Büro richtig:

Ist ein aufrechtes Sitzen absolut nicht möglich, könnte die Rücken- und Bauchmuskulatur zu schwach sein, um eine gesunde Sitzposition zu ermöglichen. Eine gezielte Stärkung durch Sport (Bauchmuskeltraining, Rückengymnastik, Yoga, Pilates) bringt Abhilfe.

Tipp 3: Gesunde Bildschirmpositionierung

Oft ist Platz auf Schreibtischen Mangelware. Dadurch werden selbst häufig benutzte Bildschirme seitlich der Ausrichtung des Bürosessels angebracht und Angestellte nehmen unbewusst eine schiefe Sitzposition ein, die den Körper einseitig belastet.

So platzieren Sie ihren Computer richtig:

  • Der Computerbildschirm sollte gerade in der Mitte des Schreibtisches stehen, bzw. dort, wo man bei der Benutzung tatsächlich sitzt.
  • Das Keyboard soll so positioniert sein, dass die Handgelenke nicht abgeknickt sind. Die Sesselhöhe kann eine gesunde Haltung begünstigen
  • Spezielle Stützen bzw. Gelpolster für Keyboard und Mouse können die Hände zusätzlich entlasten.

Tipp 4: Telefonieren ohne Verspannung

Viele Menschen tippen oder arbeiten auch während dem Telefonieren weiter und klemmen dazu den Telefonhörer oder das Handy zwischen Ohr und Schulter. Das führt zu einseitiger Verspannung und Belastung der Schulter. Besser ist es, ausschließlich zu telefonieren. Falls das nicht möglich ist, können eine Freisprecheinrichtung oder Kopfhörer mit Sprechfunktion die Hände frei zum Arbeiten machen.

Tipp 5: Bewegung in den Büroalltag integrieren

Selbst die beste Sitzhaltung ist für den Körper auf Dauer nicht zu empfehlen. Denn wir brauchen Bewegung und Ausgleich, um gesund zu bleiben. Nur so können Muskulatur und Lungen gestärkt, die Verdauung und das Herz-Kreislauf-System gefördert werden. Wenn Sie sich nach der Arbeit zu Sport motivieren können, bietet das die besten Voraussetzungen für einen gesunden nächsten Arbeitstag. Doch auch gezielte Integration von Bewegung in den Alltag kann zur (Rücken-)Gesundheit beitragen. Neben kurzen Spaziergängen ist auch ein regelmäßiges Strecken zur Lockerung der Muskulatur empfehlenswert.

Quellen

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