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Gebrochenes Herz: Broken Heart Syndrome

Broken Heart Syndrome
Das "Broken Heart Syndrome" trifft vor allem Frauen über 65. (aytuncoylum - Fotolia.com)

An gebrochenem Herzen zu sterben wird mittlerweile auch im medizinischen Sinne für möglich gehalten. Bei einem Kongress in Linz wurde nun das "Broken Heart Syndrome" genauer diskutiert.

Wenn eine große Romanze in Tränen endet, spricht so mancher Poet schon mal von einem gebrochenen Herzen. Bei vergebener Liebesmüh scheint die Wortkreation genau zu passen, die entsprechende Niedergeschlagenheit kann sich zuweilen wie das Ende der Welt anfühlen. In der Medizin aber spielte der schwülstige Ausdruck lange Zeit keine Rolle, erst seit 25 Jahren wird der Begriff zur Diagnose verwendet.

Vor allem Frauen betroffen

Beim Herzinsuffizienz-Update in Linz wurde vergangene Woche das "Broken Heart Syndrome" diskutiert. Dabei handelt es sich um eine Herzmuskelerkrankung, die vor allem durch psychische Belastungen ausgelöst wird. So werden viele der Fälle durch einen Todesfall begünstigt, Betroffene sind zumeist über 65 Jahre alt. Auffällig ist außerdem, dass das Problem zu 90% Frauen trifft, die Gründe dafür sind bislang unklar.

Kardiogener Schock möglich

Experten vermuten, dass hormonelle Einflüsse bei dieser ungleichen Verteilung eine Rolle spielen könnten. Im Vergleich zum Herzinfarkt fehlen übrigens die Gefäßverschlüsse und Herzmuskel-Vernarbungen. Harmlos wird das "Broken Heart Syndrome" dadurch aber nicht, es kann zu Komplikationen und im schlimmsten Fall zu einem kardiogenen Schock kommen. Die medizinische Forschung setzt sich derzeit zum Ziel, dass das Wiederauftreten der Krankheit in Zukunft effektiv verhindert werden kann.

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