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Borreliose: Neuer Test zur Früherkennung!

In etwa jede vierte Zecke trägt Borreliosen mit sich, gegen die daraus resultierende Erkrankung gibt es keine Impfung. (shishiga - Fotolia.com)

Aufgrund der Klimaerwärmung werden Zecken in Österreich immer früher aktiv, schon im April sind sie hierzulande anzutreffen. Gut also, dass ein neuer Test zur Früherkennung von Borreliose entwickelt wird.

So sehr wir uns über das wärmer werdende Wetter freuen, die schönen Jahreszeiten sind auch mit Zeckengefahr verbunden. Zum FSME-Risiko kommt hinzu, dass es gegen die Lyme-Borreliose, einer ebenfalls häufig durch Zecken übertragenen Erkrankung, nach wie vor keine Impfung gibt. Darüber hinaus sind die Diagnosemöglichkeiten nicht zufrieden stellend.

Immunsystem analysieren

Die momentan möglichen Antikörpertests geben erst 3 bis 4 Wochen nach der Infektion ein klares Resultat. An der MedUni Wien wird derzeit intensiv an einer Verbesserung dieser Umstände gearbeitet. Ein neuer Test, der auf den Namen "Ixodes-Kit" hört, soll das Immunsystem genauer als bisher gängige Methoden analysieren und somit eine effektivere Früherkennung der Borreliose ermöglichen.

Früherkennung essentiell

Prinzipiell führt nicht jeder Zeckenbiss zu einer Erkrankung, so trägt beispielsweise nur etwa ein Viertel der Kleintiere Borrelien mit sich. Bei einem Biss ist aber - unabhängig von FSME-Impfung - ein Arztbesuch dringend erforderlich. Bleibt die Borreliose zulange unerkannt, kann es zu schweren Folgeerscheinungen wie Gelenksentzündungen, Lähmungen oder Gedächtnisverlust kommen. Ein klares Symptom ist die sogenannte Wanderröte, die allerdings nur bei jedem dritten Krankheitsfall auftritt.

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Quellen

  • Presseinformation der Medizinischen Universität Wien vom 25.04.2016

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