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Gegenmittel zur Blutverdünnung

Ein neues Mittel soll Patienten mit Vorhofflimmern helfen, sich ohne Bedenken mit Gerinnungshemmern vor Schlaganfall zu schützen. (Gina Sanders - Fotolia.com)

Wer Vorhofflimmern hat, ist sehr gefährdet, einen Schlaganfall zu bekommen. Gerinnungshemmer sollen das vermeiden helfen, sie  verhindern die Bildung eines Blutgerinnsels. Doch in Notsituationen kann es lebensrettend sein, dass die Blutgerinnung funktioniert. Dafür sorgt nun ein neuer Wirkstoff.

Herzrasen, Atemnot oder Schwindelgefühle sind typische Symptome für Vorhofflimmern. Dabei handelt es sich um eine Rhythmusstörung, bei der das Herz nicht mehr stark genug schlägt. Dadurch wird die Bildung eines Blutgerinnsels begünstigt, wodurch es wiederum in vielen Fällen zum Schlaganfall kommt. Betroffene von Vorhofflimmern haben daher ein besonders hohes Schlaganfall-Risiko.

Nachteil bei Notfällen

Dementsprechend werden bei der Herzrhythmusstörung gerinnungshemmende Medikamente verschrieben, die blutverdünnend wirken und so die Bildung dieser Blutgerinnsel verhindern sollen. Während somit das Schlaganfall-Risiko wieder reduziert werden kann, kann diese Behandlung auch Nachteile haben. Denn in manchen Notfällen, beispielsweise wenn es nach einem Unfall zu starken Blutungen kommt, kann die gerinnungshemmende Wirkung der Medikamente die Situation sogar verschlechtern.

Neuer Sicherheitsstandard

Nun wurde erstmals ein Gegenmittel zugelassen, mit dem sich die Blutgerinnung innerhalb weniger Minuten normalisieren lässt. Experten sehen in dem Medikament einen sehr wichtigen Schritt, der einen neuen Sicherheitsstandard in der Blutverdünnung setzt.

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Quellen

  • Presseinformation des Österreichischen Herzverbands vom 16.03.2016

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