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Bluthochdruck: Brausetabletten sind ungeeignet

Brausetabletten sind für Menschen mit Hypertonie wegen ihres hohen Natriumgehalts nicht geeignet. (Michael Tieck - Fotolia.com)

Ob wir ein Medikament in Form von Saft, Tablette oder Zäpfchen einnehmen, ist nicht so irrelevant, wie man vielleicht annehmen könnte. Menschen mit Bluthochdruck sollten auf Brausetabletten verzichten.

Wenn es unserem Körper mal so richtig schlecht geht, ist guter Rat teuer. Solange die wahre Ursache der Symptome von einem Arzt abgeklärt wird, ist natürlich auch gegen eine gewissenhafte Verwendung von Medikamenten nichts einzuwenden. Bis jetzt waren viele Menschen wohl davon ausgegangen, dass es im Grunde egal ist, ob man sich für Saft, eine Tablette oder ein Schmerzen linderndes Lutschbonbon entscheidet. Zumindest für Betroffene einer Hypertonie, also Menschen mit Bluthochdruck, stimmt das aber nicht ganz.

Empfohlener Tageswert übertroffen

Denn ein neuer Warentest lässt erkennen, dass viele medizinische Brausetabletten einen äußerst hohen Natriumgehalt aufweisen. Von den 20 getesteten Produkten überschritten - Maximaldosierung vorausgesetzt - gleich 6 Tabletten den empfohlenen Tageswert von maximal 1,5 Gramm Natrium. Dieser hohe Gehalt erklärt sich durch die Zugabe von Natriumcarbonaten, die dafür sorgen sollen, dass sich die Tablette möglichst schnell im Wasser auflöst.

Auch Fertigprodukte problematisch

Gefährlich ist dieser Umstand vor allem für Betroffene von Bluthochdruck, bei ihnen ist prinzipiell Vorsicht mit Natrium angesagt. Denn dieses bindet Wasser, erhöht dadurch das Blutvolumen und sorgt in weiterer Folge dafür, dass der Blutdruck weiter steigt. Hauptlieferant von Natrium ist bekanntermaßen Salz, hier müssen Menschen mit Hypertonie besonders aufpassen. Kritisch zu sehen ist dementsprechend auch der hohe Salzanteil, den viele Fertigprodukte aufweisen.

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