Bisherige Höhepunkte des Wintersemesters 2016

Movember: Christina Hanna, Hajnalka-Beata Jan, Malte Rieken, Shahrokh F. Shariat, Andreas Linhart, Petra Konik und Chris-Patrick Engber (v.l.). (MINI MED)

Im Wintersemester bot MINI MED bereits 95 Vorträge in ganz Österreich an. Während natürlich alle Veranstaltungen für die Bevölkerung einen hohen Wert haben, so gibt es doch einige Highlights, die man hervorheben kann.

Der November stand im Zeichen der Männergesundheit. Auch bei MINI MED drehte sich daher im Vortrag am 22. November alles um das Thema „Gesunder Mann - gesunde Prostata“. Univ.-Prof. Dr. Shahrokh F. Shariat, Leiter der Universitätsklinik für Urologie, MedUni Wien/AKH Wien und PD Dr. Malte Rieken, Universitätsklinik für Urologie, MedUni Wien/AKH Wien, erklärten neue Informationen zum Thema Prostatakrebs. Mit rund 5.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist der Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei österreichischen Männern. Rund zwei Drittel der Erkrankungsfälle werden bei Männern über 65 Jahren diagnostiziert, aber auch Jüngere sind zunehmend betroffen.

Innsbruck Zur Nedden und Markensteinen"Von genial bis dement: unser Gedächtnis - neueste Erkenntnisse zu Bedeutung und Training", lautete der Vortragstitel am 11. Oktober in Innsbruck. Primar Univ.-Prof. Dr. Josef Marksteiner (links), Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie A am Landeskrankenhaus Hall, erläuterte ausführlich, wie man seinen Geist fit halten kann. Über 390 Besucherinnen und Besucher lauschten dabei den Ausführungen des Experten. Es moderierte wie immer in Innsbruck Univ.-Prof. Dr. Dieter zur Nedden, em. Vorstand der Univ.-Klinik für Radiologie II Innsbruck, Vorsitzender des wissenschaftlichen Fachbeirats des MINI MED Studiums und wissenschaftlicher Leiter MINI MED Studium Tirol.

Graz Wintersemester 2016In Graz informierten sich am 6. Oktober über 300 Personen zum Thema "Moderner Zahnersatz - Was Implantate heute können. Mit neuesten Informationen aus Medizin und Medizintechnik". Schöne gesunde Zähne - wer möchte sie nicht gerne bis ins hohe Alter haben? Doch Karies, Parodontitis oder andere, z. B. unfallbedinge, Ursachen können zu einer unerwünschten vorzeitigen Lücke im Gebiss führen, auch in jungen Lebensjahren. Doch egal warum Zähne verloren gegangen sind, das Fehlen einer oder mehrerer Zähne beeinflusst die eigene Lebensqualität. Denn Lachen, Sprechen oder Kauen können schwerer fallen und die Schmerzen vermindern die Freude am Essen. Es gibt daher verschiedene  Arten von Zahnersatz.

Linz Demenz

Auch in Linz kamen am 14. Dezember über 200 Interessierte zum Vortrag über Demenz. Nicht jede Vergesslichkeit ist eine Demenz. Kognitive Tests,  Magnetresonanzuntersuchung und Familienanamnese helfen bei der Diagnose. „Als Risikofaktoren gelten Bluthochdruck, koronare Herzerkrankungen,  Diabetes, Fettleibigkeit, Bewegungsarmut, Rauchen, Alkoholmissbrauch sowie Schlafapnoe und Ernährung mit zu vielen tierischen Fetten“, sagt Primar Prof. Gerhard Ransmayr, Leiter der Klinik für Neurologie 2 am Med Campus III. der Kepler Universitätsklinik Linz.

Die häufigste Demenzform ist die Alzheimerkrankheit. Abklärungsbedürftig sind wiederholte Defizite im Lernen und Erinnern von Namen oder Ereignissen, die gestern waren. Auch das oftmalige Verlegen und Verlieren von Gegenständen, Stimmungs- und Persönlichkeits- sowie Bewegungsveränderungen können Anzeichen sein. Primar Elmar Kainz, Vorstand der Klinik für neurologisch-psychiatrische Gerontologie am Neuromed Campus der Kepler Klinik, nennt sieben Schritte für ein langes, gutes Leben, die auch als Demenzschutz gelten: „Lebenslanges Lernen, Körperliche Aktivität wie etwa das Tanzen, gute soziale Kontakte, regelmäßige Entspannung etwa mit Meditation, ausreichender Schlaf, mediterrane Kost und ein Glaserl Rotwein.“

„Angehörige, Betroffene und Beratungsstellen werden von der Gebietskrankenkasse unterstützt“, sagt Martina Hofpointner vom Demenz-Management der OÖGKK. „Demenz ist nicht heilbar, aber behandelbar und in sehr vielen Fällen zu vermeiden“, fasst Primar Kainz zusammen.

Im Bild: Kainz, Radmayr (Moderation), Hofpointner, Ransmayr (v.l.)