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Problemzone Büstenhalter: BHs sollen gesünder werden!

Den richtigen BH zu finden ist bei bestimmten Körbchengrößen gar nicht so einfach. (JackF - Fotolia.com)

In Mitteleuropa trägt fast jede Frau regelmäßig einen Büstenhalter, richtig sitzen tut aber nur jeder zweite. Wie der Tragekomfort von BHs künftig verbessert werden kann, soll nun erforscht werden.

Was wäre die Welt ohne Büstenhalter? Insbesondere Frauen mit überdurchschnittlich großer Oberweite wollen sich ein solches Szenario wohl kaum vorstellen. Denn angesichts der häufigen Glorifizierung weiblicher Vorzüge wird gerne vergessen, dass eine einzelne Brust bis zu 2 Kilogramm schwer sein kann. In Deutschland etwa greifen daher 90% der Frauen regelmäßig auf einen BH zurück, für Österreich darf von einem vergleichbaren Wert ausgegangen werden.

Chronische Schmerzen möglich

Umso erschütternder ist es, dass im Schnitt jeder zweite Halter nicht richtig sitzt. Darauf weist in Deutschland die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) hin. Das regelmäßige Tragen eines unpassenden BHs kann zu Verspannungen und im Extremfall sogar zu chronischen Schmerzen führen. In Verbindung mit großen Cups können schmale Träger zu einer Deformation des Bindegewebes im Schulter- und Nackenbereich beitragen.

Neue Modelle erarbeiten

Da an diesen Körperstellen besonders viele Nerven und Muskeln liegen, zählen auch Kopfschmerzen zu den möglichen Konsequenzen. An dieser Problematik soll nun aber konsequent gearbeitet werden, staatliche Fördergelder inklusive. In einem ersten Arbeitsschritt versuchen Forscher zu messen wie genau sich BH und Brustvolumen auf den Druck im Schulterbereich auswirken.

Alter Mythos widerlegt

Welcher der aktuell im Handel erhältlichen Büstenhalter am ehesten für eine Entlastung der Wirbelsäule sorgen, kann durchaus in Absprache mit einem Hausarzt geklärt werden. Erst vor wenigen Jahren wurde übrigens ein in diesem Zusammenhang stehender Mythos der Medizin widerlegt. Das Tragen von BHs, so stellte die Studie damals deutlich fest, hat keinerlei Einfluss auf das Brustkrebsrisiko.

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