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Die 5 besten Tipps gegen Bettnässen

Die 6 besten Tipps gegen Bettnässen
Bettnässen ist ein unangenehmes Symptom, braucht dem betroffenen Kind aber nicht peinlich zu sein. (dalaprod - Fotolia.com)

Etwa jedes sechste Kind im Vorschulalter ist Bettnässer, die Ursachen können organischer aber auch psychischer Natur sein. Wir haben die 5 besten Tipps, wie Familien Betroffenen helfen können!

Bettnässen ist vielleicht das erste Tabuthema, mit dem Kinder in Kontakt kommen. Dabei muss das unangenehme Symptom niemanden peinlich sein, es ist auch alles andere als selten. Selbst bei den 6 bis 10jährigen sind fast 15% betroffen, bei Kindern im Vorschulalter trifft es sogar jeden Sechsten. In den meisten Fällen hat das Problem ein organischen Ursprung, bei 80% der Fälle ist das Bettnässen auf eine verzögerte körperliche Entwicklung zurückzuführen.

Psyche nur selten Auslöser

Psychische Probleme sind selten die Auslöser von Bettnässen, allerdings ist der Druck groß, wenn nichts dagegen unternommen wird, wie auch die Wiener Kinder-Neuropsychologin Karoline Proksch betont: "Psychische Probleme sind eine häufige Folge, wenn das Einnässen unbehandelt bleibt".

Kombinationstherapie

Als Therapie wird zumeist eine Kombination aus Verhaltensveränderungen, allgemeinen Maßnahmen und Medikamenten angewendet. Eltern und andere Familienmitglieder können die Behandlung auf einer mentalen Ebene positiv beeinflussen. Dabei sind diese 5 Tipps besonders hilfreich:

Tipp 1 zur Unterstützung von Bettnässern: Einschlaf-Rituale

Mit einem ganz festen Ritual, das jeden Abend vor dem Einschlafen wiederholt wird, kann gerade bei Kindern Stress gut abgebaut werden. Es kann beispielsweise ein Abendessen in ruhiger Atmosphäre bzw. gemeinsames Kuscheln beinhalten. Hilfreich ist es, wenn viele positive Eindrücke besprochen werden, so wird der Selbstwert des Kindes gesteigert.

Tipp 2 zur Unterstützung von Bettnässern: Gute Nacht-Geschichten

Mit einer Gute Nacht-Geschichte kann das Kind noch weiter beruhigt und vom vielleicht stressigen Alltag weggeführt werden. Bestärkende Geschichten, in denen die Hauptfigur ein Problem erfolgreich löst, sind besonders zu empfehlen.

Tipp 3 zur Unterstützung von Bettnässern: Respektvoller Umgang

Viele Eltern verletzen ungewollt die Privatsphäre ihres Kindes. Dabei sollten Sie darauf achten, das Problem nicht jedem weiterzuerzählen. Bei befreundeten Eltern eines Mitschülers des Kindes um Rat zu suchen, ist ein absolutes No-Go. Außerdem ist es wichtig, Bettnässen nicht zum Dauerthema werden zu lassen, sonst steigt der Druck des Betroffenen.

Tipp 4 zur Unterstützung von Bettnässern: Keine Bestrafung!

Das Kind für Bettnässen zu bestrafen und sei es auch nur mit verbaler Ablehnung, ist eine ganz schlechte Idee. Wichtig ist es das Kind aufzubauen und ihm Hoffnung zu machen, dass es das Problem in den Griff bekommen wird. Jeder Zwischenerfolg sollte dementsprechend gelobt werden.

Tipp 5 zur Unterstützung von Bettnässern: Schnell handeln

Wenn ein Problem vorliegt, sollten Sie möglichst schnell einen Kinderarzt aufsuchen. So sehr das Kind mental auch unterstützt werden kann, eine erfolgreiche Therapie stellt für den Betroffenen eine enorme Erleichterung dar. Je früher gehandelt wird, desto schneller kann Bettnässen behoben werden.

Weiterführende Informationen

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Quellen

  • Quelle: Pressegespräch in Wien zum Thema „Bettnässen“, am 21.01.2016

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