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Behandlungen, die Ärzte unnötig finden

Auch vor zu vielen Röntgenuntersuchungen warnen die Ärzte aus der Schweiz. (Photographee.eu - Fotolia.com)

Nicht zuletzt dank Dr. Google wird auch die Hypochondrie (Krankheitsangst) immer mehr zur Volkskrankheit. Schweizer Ärzte verweisen nun auf 10 Behandlungen bzw. Untersuchungen, die ihrer Meinung nach unnötig sind.

In Zeiten des Internets scheint man seine eigene Gesundheit jederzeit überprüfen zu können. Alle Wehwehchen werden via Suchmaschine binnen Sekunden auf ihre möglichen Ursachen überprüft. Doch wenn Kopfschmerzen als Warnzeichen für einen Gehirntumor und das kleinste Fingerzucken als Symptom von Multipler Sklerose (MS) interpretiert werden, hat womöglich die Krankheitsangst Überhand genommen.

Nicht immer Medikamente

Vor einer solchen Entwicklung warnt nun auch die Schweizer Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin. Sie hat eine Liste von 10 Behandlungen aufgeführt, die aus ihrer Sicht unnötig sind oder zu häufig eingesetzt werden. Darunter finden sich z.B. das Einnehmen von Antibiotika bei harmlosen Erkältungen oder die zu frühe Verordnung von Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Kritisiert werden auch Blut- und Röntgenuntersuchungen, für die es keinen konkreten Anlass gibt.

Nebenwirkungen möglich

Die Auflistung ist nicht als prinzipielle Verurteilung dieser Therapieformen zu verstehen. Vielmehr geht es darum, vor Untersuchungen und Medikamenten abzuraten, für die es keinen triftigen Grund gibt. Denn in manchen Fällen könnte die Behandlungssucht sogar zu negativen Folgeerscheinungen führen, so sind etwa bei Blutuntersuchungen Nebenwirkungen möglich. Alle 10 Behandlungen, die die Schweizer Internisten für unnötig befinden, finden Sie hier.

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